Welche Barrieren im Web kennt ihr?

Der auf dem Barriere-Kompass veröffentlichte Artikel "Viele Netz-Nutzer kennen keine Internet-Barrieren" hat in mir die Frage aufkommen lassen, welche Internet-Barrieren wohl die Leser des Webstandardblogs kennen? Denn Barrieren lauern in vielen Bereichen, ob fehlerhafter und nicht valider Quellcode der Webseite oder bspw. eine schlechte Usability in Formularen, aufgrund dessen der ein oder andere Anwender einen Buchungs- oder Kaufvorgang abbricht. Also, welche inhaltlichen, strukturellen oder technischen Beispiele an Barrieren im Web kennt ihr? Es können auch Webseiten verlinkt werden, die solche Barrieren aufweisen oder beschreiben, um so ggf. Neueinsteigern in die Problematik noch ein wenig Wissen an praktischen Beispielen bezüglich "Barrieren im web" vermitteln zu können.

 (weiter)

Jeder 10. Mann sieht Webseiten mit anderen Augen

FarbfehlsichtigkeitBist du farbenblind? Einen Ausspruch den bestimmt schon jeder von uns einmal gehört hat. Gemeint ist damit aber oft die sogenannte Rot-Grün-Blindheit, von der in Deutschland ca. 8 bis 9% der männlichen und ca.0,5% der weiblichen Bevölkerung betroffen sind. Die Betroffenen sehen diese beiden Farben nicht normal, da ihr Farbensystem sich nur aus Blau und Gelb zusammensetzt, anstatt wie normalerweise aus Blau, Gelb und Rot. Zur Feststellung dieser Rot-Grün-Farbfehlsichtigkeit verwendet man üblicherweise Farbprüftafeln wie die Ishihara-Tafeln (siehe Abbildung). Welche Auswirkungen kann bzw. sollte dieser Aspekt bei der Gestaltung von Webseiten haben? Um Euch diese Frage einfacher beantworten zu können sei ein kleiner Test erlaubt. In diesem wird mittels der Software aDesigner eine Webseite aufgerufen. Die kostenlose Software ermöglicht es ihnen bspw. die Parameter bezüglich Farbfehlsichtigkeit oder der Sehstärke anzupassen und zu simulieren.

 (weiter)

Amazon vs. Screenreader

Bequem von überall und zu jeder Zeit online bestellen können. Für die meisten von uns Realität und meistens auch ohne große Probleme möglich. Klingt gut, wie im Artikel "Ich bin eine Amazone" von Eva Papst zu lesen, ist dies für Menschen mit körperlichen Einschränkungen oft alles andere als einfach. Von schlecht bis gar nicht alternativ ausgezeichneten Navigationen, bishin zu fehlenden Überschriften. Eine simpel anmutende Bestellung wird somit zu einer zeitaufwendigen und anstrengenden Angelegenheit. Es sind oft nur Kleinigkeiten die Barrieren verkleinern würden und gerade von einem Global-Player wie Amazon kann erwarten, dass man dies bezüglich mehr für seine Kunden tut. Wer mehr darüber erfahren möchte, welche Probleme sich einem Screenreader-User bei Amazon in den weg stellen, kann ich diesen Artikel von Eva wirklich nur empfehlen.

Was bedeutet Barrierefreiheit?

Das MAIN_blog eröffnet mit einem Artikel von Jan Eric Hellbusch, den der ein oder andere eventuell als Autor des Buches Barrierefreies Webdesign kennt, ihre Accessibility Blog Parade. Wer mehr zu diesem Thema erfahren möchte, findet dort sicherlich genügend Lesenswertes und diejenigen für die es nichts Neues ist, können dazu beitragen diese interessante Initiative über die Grenzen des Nachbarlandes hinaus bekannt zu machen.

In dieser Accessibility Blog Parade geht es vor allem um die barrierefreie Webgestaltung und deshalb steht der Mensch mit einer Behinderung stets im Vordergrund.

AJAX und seine Folgen für behinderte User

Einen interessanten Artikel veröffentlichte gestern SpiegelOnline, die mit dem Artikel "Wege aus der Kommunikations-Kluft" auf körperlich eingeschränkte Nutzer aufmerksam machen und welche Folgen und Probleme in der Accessibility die Entwicklung des Web 2.0, u.a. dank AJAX, für sie hat.

Wo immer sich Content anscheinend magisch verändert, ohne dass die Seite komplett neu geladen werden muss, ist Ajax im Spiel ... Für Blinde völlig ungeeignet - kein Screenreader kommt damit klar.

Barrieren in der Praxis

Internetnutzern ohne körperliche oder technische Einschränkungen fallen bestimmte Probleme im Umgang mit dem Web und seinen Anwendungen nicht zwangsläufig auf. Auf der Webseite von Eva Papst hingegen, werden diese alltäglichen Probleme auf eine sehr interessante Weise beschrieben. Auch diese drei Anekdoten zeigen wiedereinmal auf, dass in Sachen Barrierefreiheit, noch längst nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist.

Video zum Thema Barrierefreies Webdesign

Das barrierefreies Webdesign und das barrierefreie Internet im allgemeinen, nicht nur Usern mit körperlichen Einschränkungen von Nutzen ist, unterstreicht ein Videovortrag ( Flashmovie in deutscher Sprache mit Untertitel ) von Simon Dorner. In diesem Vortrag wird erläutert er was barrierefreies Webdesign ist, wie es überhaupt funktioniert und was es dem Internetnutzer letztendlich bringt.

 (weiter)

Layout für Formulare

Einen interessanten Ansatz für den Umgang mit Formularen, bietet ein bereist einige Wochen alter Artikel auf A List Apart, von Nick Rigby. Seine Idee der Umsetzung einer Formularpräsentation findet bei mir Erwähnung auf Grund einer neuen Möglichkeit des Formularaufbaus. Weit verbreitet und häufigste Variante, ist der Einsatz von Breaks ( br ) und Absätzen / Paragraphen ( p ), um damit bspw. nach Eingabefeldern oder Auswahlmenues eine neue Zeile zu "erzwingen". Grosser Beliebtheit erfreuen sich auch >Divkonstrukte in Formularen. Alles in allem praktikable Lösungen, aber bei grossen umfangreichen Registrierungsformularen nicht wirklich übersichtlich. Von den zahlreichen Ansätzen zurück zum Lösungsansatz von Nick. Seine Lösung sieht eine Liste vor ( siehe Grafik ), in der jeder Listenpunkt eine Kombination aus Label und Formular-Element ( bspw. Eingabefelder / Auswahlmenü und Label - siehe Formular anlegen ). Wer alle Elemente untereinander darstellen möchte, weil beispielsweise nicht genügend Breite für das Formular vorhanden ist, braucht nur pro Listenpunkt nur eines dieser Elemente ( erster li=label 1, zweiter li=Eingabefeld 1, dritter li=label 2, vierter li=Eingabefeld 2 usw.). Es werden keine Breaks , Absätze oder zusätzliche Div-Elemente benötigt, was zudem für etwas mehr Übersicht innerhalb des Quellcodes sorgt und einer damit verbundenen einfacheren Pflege des Formulars führt.

 (weiter)

Screenreader und ihre Vorteile Teil 2

Extensions für Browser sind unter anderem deshalb so beliebt und in grosser Vielfalt für alle möglichen Funktionen vorhanden, da sie dem User die Handhabung des Browsers erleichtern. Screenreadernutzer müssen auf solche Erweiterungen verzichten und Ihre konfigurierbaren Einstellungen vorher festlegen mit denen sie im Web unterwegs sind. Eine dieser Anwendungen namens Jaws ( Job Access With Speech ) kann unter anderem auch für Microsoft Office Anwendungen wie MS Word, MS Excel, MS Powerpoint, MS Access, MS Outlook etc. genutzt werden.

 (weiter)

Screenreader und ihre Vorteile

Validität von Webapplikationen sind mittlerweile in aller Munde, aber damit sollte eine Kontrolle einer Webanwendung nicht beendet sein. Denn die Tücken liegen oft im Detail, die manchmal erst durch Kontrolle mittels einer Anwendung wie einem Screenreader oder Textbrowser zum Vorschein kommen. Da im Zeitalter sinkender Browseranteile des Inter Explorer auf dem weltweiten Markt, immer öfter direkt mit Geckoengine betriebenen Browsern entwickelt und getestet wird, bleiben viele "Probleme" im Verborgenen.

 (weiter)