Mobile Web oder wie kommt das Internet ins Handy
-
Mobile Development
- 19 Okt, 2005
Twittern - Kommentare (0)
Der Bedarf an Informationen wird in unserer Generation immer grösser. Man will bestimmte Informationen an jedem beliebigen Ort der Welt zu jeder beliebigen Uhrzeit. Helfen könnte da ein PC, aber den wird man im Großstadtgetümmel in den seltensten Fällen dabei haben. Abhilfe könnte da ein WAP oder XHTML(-MP) fähiges Handy, Palm oder ein PDA schaffen. Genau da wären wir dann bei meiner kleinen Serie zu Thema Mobile Web.
- Part1: Unterschied Mobiles Web und Internet ( Endgeräte und deren Eigenschaften )
- Part2: Unterschiede der Auszeichnungssprachen WML & XHTML-MP
- Part3: Tipps & Tricks bei der Umsetzung von mobilen Inhalten
Unterschiede zwischen Mobile Web und dem uns bekannten über PC, MAC oder Laptop erreichbaren Internet:
Die Teilnahme am W3C Tag in Berlin zum Thema: Mobile Web, unter Führung des deutsch-österreichischen W3C-Büros und dies unter Leitung von Herrn T. Tikwinski und dem Leiter der Mobile Web Initiative ( MWI ) Dr. Ph. Hoschka, haben mal wieder gezeigt das die Ziele einen gemeinsamen Standard für das Mobile Web zu finden, noch immer in der Anfangsphase stecken. Die MWI möchte mit MobileOK, ein Gütesiegel etablieren, um einen einheitlichen Standard zu bekommen.
Der Bedarf an mobilen Informationen ist gross, wie nicht nur Vertreter der Industrie zum Ausdruck gebracht haben. E-Mail, Nachrichten, Wetterdienst, das Portal der Bahn ( wap.bahn.de ) oder weniger sinnvolle Mobile Anwendungen wie Klingelton- oder Spieleseiten. Es sind aber nicht nur die Standards, die unterschiedlich oder nicht korrekt sind ( oder sein werden ) oder die technischen Voraussetzungen ( Browser, Software ), sondern auch die technischen Umsetzungen ( WAP, XHTML-MP, CHTML etc.) der mobilen Angebote.
Die Mobile Web Initiative möchte mit MobileOK, ein Gütesiegel etablieren, um einen einheitlichen Standard zu bekommen.
Anwendungen wie mobile.aral.de bieten die Möglichkeit die Darstellung eines PDA mit 235px Breite nach zu empfinden. Ein Handling mit Softkeys, Touchscreen ( und Stift ) sind anders als das mit Maus und Tastatur eines PC's. Durch die Benutzung von Accesskeys, erleichtert dies hier dem Nutzer die Handhabung. Man springt also von Link zu Link. Die Navigation ( am besten ohne grosse grafische Unterstützung wie Hintergrundgrafiken oder Rollover- oder Slideeffekte) der gesamten Anwendung ist einfach und unkompliziert. Dieser Auftritt wurde vom Layout her mittels Tabellen umgesetzt, da Maps und Formulare Bestandteil der Aral Seite sind. Eine beliebte Art der Umsetzung ist auch die einspaltige Darstellung für Handys und PDA's ( dazu mehr in Part3 des Artikels ), ist eine strikte Trennung von Inhalten und Design. Man muss dann allerdings darauf achten, dass man dem User dann nicht ein 50cm langes Dokument zum scrollen anbietet, da sämtliche Inhalte der Webseite dann in eine Spalte gepackt wurden.
Ein auch in der mobilen Entwicklung wichtiger Punkt, der die Darstellung beinflussen kann, ist die Schriftgrösse. Die bevorzugte Schriftgrösse bei PC's liegt zwischen 10-12px, wobei sie bei Senioren ( +65 ) laut einer schweizer Usability Studie mindestens 12px beträgt. Es überrascht nicht, das laut einer Studie der Universität Glasgow, das Verhalten bei mobile Endgeräten ein anderes ist. Die bevorzugte Schriftgrösse aller Altersklassen, liegt hier bei 8-12pt. Bei Produkten wie dem Handspring, der mit seinen Geräten den sogenannten Blazer 56-Browser mitgeliefert bekommt, werden beispielsweise auch die ursprünglichen Seiten konvertiert, damit sie auf den kleinen Display besser und schneller dargestellt werden können. Das betrifft dann auch die Schriftgrösse, so das man dann ohne horizontalem scrollen auskommen kann.
Für den Firefox gibt es die mittlerweile weit verbreitete Erweiterung Small Screen Renderer v1.1 und in die Opera die Klein-Bildschirmdarstellung. Man kann damit zwar nicht die Darstellung im PDA's, Palm oder Handy kopieren, aber man ist dadurch auf jeden Fall in der Lage die Probleme ( grosse Schriften, grosse Bilder, Tabellen mit ) eines Mobile Developers zu erkennen. Wenn Tabellen mit 800 und mehr Pixeln Breite verwendet werden hat ein Handynutzer mit 100Pixeln nicht wirklich viel Spass bei der Nutzung der Seite. Die Informationen müssen komprimiert werden. Keine Überschriften die einen halben Aufsatz ergeben. Texte die kurz und knapp die Information wie bei mobile.aral.de weitergeben, sind ebenso wichtig bei der Umsetzung wie valider Quelltext. Mann muss Rücksicht auf die technischen Leistungsgrenzen und die Performance der Geräte nehmen. Lange Antwortzeiten auch aufgrund geringer Bandbreite, gehören Gott sei Dank ( natürlich eher ein Verdienst des technischen Fortschritts ), immer mehr der Vergangenheit an.
Mehr technische Infos und warum sich XHTML-MP immer mehr gegenüber WML durchsetzt und welche Folgen das für die Nutzer des Mobilen Netzes hat, erfahren die Leser des 2 Teiles meines kurzen und knappen Reihe zum Thema: Mobile Web oder wie kommt das Internet ins Handy
Update 20.10.05: Wie der Zufall es so wollte hat das W3C nun ein Arbeitsblatt zum Thema Mobile Web Best Practices 1.0 veröffentlicht. Dieses Dokument beschreibt die den praktischen Umgang mit den Inhalten für mobile Anwendungen.














