Mobile Web oder wie kommt das Internet ins Handy: Part2
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Mobile Development
- 24 Okt, 2005
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Das World Wide Web Consortium ( W3C ) und die Open Mobile Alliance ( OMA ) arbeiten seit letztem Jahr gemeinsam an der Ausarbeitung von Spezifikationen für den mobilen Zugang zum Web zusammen. Des weiteren hat das W3C eine Mobile Web Initiative ( MWI ) ins Leben gerufen, die das sich das Ziel gesetzt hat die Interaktion am Handy und mobilen Endgeräten zu verbessern. Nutzungsgerechte, hochwertige offene Standards und Spezifikationen bereitzustellen, die auf Markt- und Kundenanforderungen basieren, das sind die Ziele dieser Organisationen. Wer in diesem Artikel Auflistungen von Tags erwarten die die Unterschiede von WML und XHTML-MP verdeutlichen wird sicherlich enttäuscht sein. Es geht mir in diesem Artikel darum, die Entwicklung von WAP ( von WML bis XHTML-MP ) zu verdeutlichen und welche Anstrengungen in Angriff genommen werden müssen, um Inhalte dem Webstandard entsprechend in mobilen Geräten, zur Zufriedenheit der User zu präsentieren.
- Part1: Unterschied Mobiles Web und Internet ( Endgeräte und deren Eigenschaften )
- Part2: Unterschiede der Auszeichnungssprachen WML & XHTML-MP
- Part3: Tipps & Tricks bei der Umsetzung von mobilen Inhalten
WAP ( Wireless Application Protocol) ist das Protokoll, dass die Übertragung der Daten von einer Webseite zum WAP-fähigen Endgerät beschreibt. Die sachgerechte Darstellung der Anwendung, wird durch die Seitenbeschreibungssprache Wireless Markup Language ( WML ) gewährleistet. 1997 wurde vom WAP-Forum ( ist mittlerweile in die Open Mobile Alliance übergegenagen ) die Version 1.0 ( basierte auf XML ) als Standard festgelegt. Zu diesem Zeitpunkt waren textbasierte Inhalte und einfache Grafiken ( siehe unterste Grafik ), die Inhalte einer Anwendung. Genau das war auch einer der Gründe warum sich WAP/WML vor allem in den USA nicht durchsetzen konnte. Die Unterschiede zwischen WAP basierten Diensten und dem World Wide Web wurden unterschätzt, so dass oft die Inhalte an den technischen Möglichkeiten und den Bedürfnissen der Nutzer vorbei entwickelt wurden. Die geringere Bandbreite ( bspw. GMS-9,600 Bit/s im Vergelcih dazu HCSD - 115,2 kBit/s, GPRS - 171,5 kBit/s ) und oft langen Wartezeiten öffneten die Tür für XHTML-MP ( wurde von der OMA im Oktober 2001 entworfen ). XHTML-MP ist neu in WAP 2.0 und entspricht der XHTML Sprache ( Style Guide gibt’s im übrigen hier ).

WML hingegen, ist für ältere Geräte ( aber auch manch neue Produkte können WML interpretieren ) mit sehr kleinen Displays, die nur etwa 10 bis 20 Wörter in 2 bis 5 Zeilen darstellen können ideal ( dazu mehr im 3.Teil dieser kleinen Serie ). Man musste für WAP -fähige Handys die Informationen in einem kompakten Format aufbereiten. Die WML Anwendungen im Handy werden als Deck bezeichnet, wobei jede einzelne untereinander verlinkte "Seite" Card genannt wird. Es wird somit immer nur eine Card dargestellt, so muss aber auch nicht jedes mal wegen einer neuen Card eine neue Verbindung zum Server aufgebaut werden. Man kann also, nicht wie bei XHTML-MP zwischen den Seiten einer Anwendung hin und her klicken, sondern zwischen Decks und Cards. Die fehlende Mögolichkeit die Inhalte zu "stylen" und ein Design entsprechend der Corporate Identidy zu präsentieren, haben zu einer Weiterentwicklung geführt.

Der aktuelle Standard, der von der OMA verabschiedet wurde, ist WAP 2.0. Im Gegensatz zu seinen Vorgängerversionen (WAP 1.X) basiert der Standard auf dem TCP/IP-Protokoll, also dem Protokoll, das die Basis der Netzwerkkommunikation im Internet bildet. Somit können mobile Dienste in Kombination mit schnellen Übertragungsstandards wie GPRS oder UMTS noch effektiver gestaltet werden. Bisher war ein WAP Proxy (auch Gateway genannt) nötig, der die WAP Protokolle in die Internet Protokolle übersetzte. Mit WAP 2.0 ist dies nicht mehr erforderlich, da HTTP genutzt werden kann. Mit WAP 2.0 ist auch eine zusätzliche Beschreibungssprache, XHTML-MP hinzugekommen, die von mobilen Endgeräten wie dem Sony Ericsson V600i interpretiert werden können. Diese Sprache ist universeller einsetzbar und erlaubt die Darstellung von Grafiken und Bildern.
Die Syntax von XHTML-MP basiert auf XHTML-Basic + CSS. Für die Nutzer von Handhelds, Smartphones, Palms und anderen mobilen Endgeräten ist dies ein nicht unerheblicher Vorteil gegenüber reinen WML fähigen Produkten und ein deutlicher Fingerzeig auf dem Weg zu Standards im mobilen Bereich. Einer der wenigen Vorteile von WML hingegen ist, dass man sich gegenüber "unsaubereren HTML" Code keine Gedanken machen muss ob man das Layout bzw. das Design zerschießt. Um die Unterschiede der verschiedenen Technologien zu verdeutlich hier noch ein paar Darstellungen. Wie unschwer zu erkennen ist, ist der mögliche Darstellungsinhalte beim WML Handy wesentlich geringer. Die Navigation und Bedienbarkeit muss in den XHTML-MP fähigen mobilen Endgeräten zwar auch gewährleistet sein, allerdings ist hier die Ähnlichkeit zu den Darstellungen der Inhalte im Browser eines PC deutlich vorhanden. Visionen und Ambitionen zum Mobilen Web sind im übrigen am 15.
November 2005 – London eine Thema beim Event der Mobile Web Initiative. Mehr zum Thema Tipps und Tricks im Umgang mit XHTML-MP, den verschiedenen Browsertypen erfahren die Leser des 3 Teiles meines kurzen und knappen Reihe zum Thema: Mobile Web oder wie kommt das Internet ins Handy















28 Okt 2005, 00:03
Danke für diese handliche(n) Einführung(en) in das mobile Web.
26 Nov 2008, 13:14
eine genauere erklärung zum thema css für handhelds wäre hilfreich gewesen