Wie wird man Usability Experte?
-
Usability
- 20 Dez, 2005
Twittern - Kommentare (3)
Diese Frage liesst man in Foren oder bekommt man selber gestellt und eine wirklich zufriedenstellende Antwort konnte, zumindest ich, bisher nicht geben. Sicherlich, man könnte jetzt sagen jahrelange Erfahrung, lesen von Büchern und Artikeln, Lehrgänge zum Thema u.v.a.m., machen einem zu einem Experten. Aber einen anerkannten Abschluss in diesem noch recht neuen Gebiet, das ist dann doch etwas anderes. Beim World Usability Day in Berlin am 3. November 2005 gab es genau zu diesem Thema, einen interessanten Vortrag.
Zwei Mitarbeiter von artop e.V. ( einem Institut an der Humboldt-Universität zu Berlin ) erklärten in ihrem Vortrag, was eigentlich ein Usability Experte ist, wo sein Aufgabenbereich liegt und aus welchen Bereichen die aktuellen Experten kommen ( Psychologie, Informatik, Elektrotechnik, Wirtschaftswissenschaften etc. ). Die Eigenschaften die ein Berufseinsteiger mitbringen sollte ( Engagement, Teamfähigkeit, Sensibilität, ästhetisches Empfinden etc., um nur einige zu nennen ), sorgten ebenso für Gespächsstoff wie Konzepte zur Ausbildung eines Usability Consultants oder welche Anforderungen Unternehmen an Professionals haben.
Wenn ich die Redner richtig verstanden haben sollte, ist diese im Sommer 2006 geplante Qualifakation zum Usability Consultant nebenberuflich möglich. Nicht erst seit Jakob Nielsens ist das Thema Usability oder wie es früher genannt wurde, Interaktion zwischen Maschine und Mensch, ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil im Bereich Informationstechnologie. Wer Interesse hat mehr darüber zu erfahren, kann sich dieses Vortragsdokument und andere Infos zum Thema hier downloaden.















31 Dez 2005, 02:08
Also durch Lesen der Standartwerke kann man sich schon ziemlich gut in diesem Gebiet bilden .. hab mein Diplomarbeit in diesem Thema geschrieben "Usabilityanalyse einer Groupware" ..bin trotzdem kein Monster Experte geworden :-)
Das Problem, welches mir in meinen Recherchen aufgefallen ist, ist das fast alle Nielsen zitieren und kaum wirklich bahnbrechenden Erkenntnisse von anderen kommen. Klar es gibt noch andere, meist Englisch sprachige aber die kann man an einer Hand abzählen.
Ich finde es generell wichtig zumindest einige Grundlagen zu kennen und diese z.B. im Webdesign mit einfliessen zu lassen.
So langsam bilden sich zwar gewisse Standarts heraus, doch ich glaube dieses Thema ist noch viel zu sehr vernachlässigt ... das populärste Beispiel einer Webseite ist das der Deutschen Telekom, bei Windows Programmen muss man sich nur mal die Microsoft Office Palette reinziehen ... Prost Mahlzeit und viel Spass beim Kotzen :-)
Das Schlimme an den obigen Beispielen ist, das solche schlechten Programme durch ihre Verbreitung quasi Standarts setzten.
Frohes Neues !
02 Jan 2006, 10:29
Finde ich auch recht traurig, das in nahezu jedem Artikel zu diesem Thema, Nielsen interpretiert wird. Aber wie du schon sagst, entwickelt sich die ganze Geschichte erst noch. Deshalb ist es umso wichtiger, ausgebildete Profis dafür zu haben. Grundlagen davon sollte jeder kennen, ob Grafiker, Web- oder Softwareentiwckler, da bin ich ganz deiner Meinung!
Hallo an alle Rätselnden!
Hat sich schon mal jemand das Profil eines Produktdesigners angeschaut. Entgegen der Vorurteile, er sein nur für die schöne Form zuständig, ist er (vor allem und eigentlich leider nur im Studium) der eigentliche Schnittstellenprofi, der sich in die verschiedensten technischen Bereiche hineinversetzen muß und das auch tut. Und vor allem interessanterweise in dem Bereich, was das Interface tangiert. Er macht sich Gedanken, wie man was einfacher und menschenfreundlicher gestaltet. Hinzu kommt die ganze Sache der Produktion, die ja möglichst kostengünstig sein soll. Er hat also die komplette Produktentwicklung sowie das Produkt in seiner Funktion und Interaktion im Blick. Kreative Gedanken sind Ehrensache. Ich spreche aus Erfahrung, studiere Produktdesign an der HTW Dresden und bin echt überrascht, aber eigentlich auch nicht, das es keiner weiß.