Internet Explorer User ignorieren und aussperren?

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In den letzten Tagen hat es in der deutschen Bloggerszene und hier im speziellen bei denen die Webseiten erstellen und designen, eine Kampagne gegen bzw. eine Erziehungsmaßnahme für IE-User gegeben. Die Gründe die dazu führen, dürften diejenigen die den Webstandardblog lesen zur Genüge kennen. Die Kommentare zu den entsprechenden Beiträgen, sind wie so oft gespalten. Wie seht Ihr die IE-Problematik? Ist es die Aufgabe von denjenigen, die Tag-Täglich mit dem Web und deren Entwicklung zu tun haben, die Besucher ihrer Seiten auf diese Art und Weise zu "erziehen" bzw. ihnen zu raten andere Anwendungen ( in diesem Fall einen anderen Browser als den IE ) zu nutzen? Für Interessierte Leser bietet die folgenden kleine Auswahl an Links "Pro und Contra" zu diesem Thema.

Pro - IE
Contra - IE

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  1. Ben 03 Mär 2008, 09:48

    Ich habe eine zeitlang meine (zukünftigen) Kunden, welche mit dem IE6 meine Seite besuchten, ausgesperrt. Mit Erfolg ! Zwar hatte ich einige Telefonanrufe, die sich allerdings nach einigen klärenden Worten in Verständnis aufgelöst hatten.

    Bei der eigenen Seite ist es eine Gratwanderung, bei Kundenseiten ein absolutes Tabu.
    Ich kann keinem Kunden eine Seite verkaufen, welche keine IE6 Besucher zu läßt, das wäre
    Fatal.

    Auf der anderen Seite stimme ich mit der derzeitigen Meinung (welche in den USA ja schon länger vertreten wird) überein. Es kann nicht sein, MS hatte Jahre lang zeit nach zu bessern, nichts ist geschehen.

    Der IE7 stört mich nicht weiter, dort sind es minimale Anpassungen, aber alle vorherigen Versionen -.- / Web2.0 bietet verdammt viele Möglichkeiten neue Usability Strukturen zu entwerfen, welche aber größtenteils scheitern, da es einfach zu 70% nicht möglich ist, das ganze an ältere Browser anzupassen.

    Die Fraktion der IE6 Fanatiker, kann ich auch nicht verstehen, da kommt es mir manchmal so vor, als würden diese Leute noch nach dem Fortbestand des IE6 betteln. Warum ? Reicht die Hardware nicht für Vista oder gibts in deren Bereichen kein DSL ? Das sind genauso Fanboys wie die Spinner, welche Ihren Ipod mit ner Socke schützen.

    Gleichzeitig schreit aber jeder nach Barriere(arm)freiheit. Mir ist das schon plausibel warum so viele noch mit Tabellen layouten, schließlich hat man mit denen keine Probleme, was z.B. das Boxmodel betrifft.

    Naja, im Endeffekt ist es nur eine weitere Reaktion, in dem Moloch der Trolle, welche sich derzeit im Gewerbe rumtreiben. Flash (war) ist böse, JavaScript ist (bleibt) böse, Ajax ist schlecht ...

    Egal wie man es dreht und wendet, zufrieden stellen wird man wohl nie jemanden. Weder heute - noch morgen und auch nicht wenn der IE6 erfolgreich Boykotiert wurde.


  2. Jürgen Liechtenecker
    03 Mär 2008, 11:58

    Meine Antwort hierzu wäre NEIN. Ich versuche lieber möglichst alle Browser abzudecken, der IE6 ist in vielem Firmen noch immer vorherrschend.


  3. Dirk Schürjohann
    03 Mär 2008, 12:21

    (Dezent) informieren, ja. Aussperren oder bewusst beeinträchtigen: auf keinen Fall.

    Viele Grüße
    _Dirk


  4. soophie 03 Mär 2008, 13:39

    einfach albern das Geschrei. Wir können ja gern die "optimiert für XY bitte nutzen Sie einen aktuellen Browser der Firma 123" wieder einführen. Das doch so verpönt ist. Das wäre als wenn ich meine Tür für Leute nicht öffnen, weil die immer noch Fahrrad (oder meinetwegen ne Ente) fahren. Jeder kann sich für seinen Browser entscheiden und wenn er damit glücklich ist - please. Ich habe dank Browserweiche keine großen Probleme mit dem IE6 und mag die Spannung ein Projekt in selbigen zu öffnen und zu hoffen, dass es nicht toal zerledert ist :-)


  5. Max
    03 Mär 2008, 15:22

    IE Nutzer einfach auszuschließen ist nun wirklich eine der dümmsten und kurzsichtigsten Ansätze gegen die alten Versionen des IE vorzugehen, wobei die betonung auf alte versionen liegt, denn was bringt es (zitat) druck auf microsoft zu machen bezgl einer veralteten version?!?!?!
    Aufklärung ist angesagt! Ein blog, dass von einem recht bekannten Autor geschrieben wird, hat durch einen Beitrag zum Thema einen wesentlich höheren Aufklärungseffekt, als durch die einfache Diskriminierung eines (manchmal gezwungenen) IE5,6 Nutzer.

    Abgesehen davon hat Eric selbst geschrieben, dass es einfach ein Experiment war. Das jetzt eigentliche "professionelle" webdesigner hinterherspringen ist echt fraglich und dies bezogen aufs Prinzip, egal ob private oder kundenseite. Es geht um den ansatz und die argumentation von einigen.

    Also leute, WEG MIT DEM SCHEIß und einen schönen blogbeitrag schreiben mit guter Argumentation!


  6. Christian
    03 Mär 2008, 18:25

    Dann will ich mich hier nochmal zu Wort melden:

    Ich weiß sehr wohl das die Mittel die ich hier herangezogen habe ziemlich drastisch sind, nie im Leben würde ich darauf kommen Kundenwebseiten oder meine eigene Firmenseite damit zu belegen. Andererseits betreibe ich nunmal einen Blog, und das zum Spaß an der Freude. Mein IE-Nutzer-Anteil liegt bei etwa 12%, wovon 100%ig so gut wie niemand ein wiederkehrender Besucher ist, denn welcher Webdesign-Interessierte surft heute noch mit dem IE6?

    Nun habe ich mit der Keule geschwungen, das ist meine Art damit umzugehen, das sich im Browsermarkt nichts tut. Das ist sicherlich nicht das non-plus-ultra, und es wird auch bereits eine Version entwickelt die diesen Effekt nur temporär per JavaScript einbindet, und mit einem Klick auch wieder entfernt werden kann.

    Sicher ist jedoch, das ein simpler Hinweis oder ein Blogbeitrag definitiv nichts bringen wird, einfach weil es die Leute nicht interessiert. User sind faul... würde ein Raucher mit dem rauchen aufhören nur weil an der Kneipentür steht "Wenn du möchtest dann brauchst du hier drin nicht zu rauchen"? Nein!

    Also: Die Idee dahinter war nur einen Weg zu finden die Leute aufzuwecken, und meine Kollegin hat sich letzten Endes für ein Update entschieden, allerdings hat sie von sich aus auch direkt gesagt das sie das ohne eine Beeinträchtigung niemals gemacht hätte, warum auch.


  7. Jan (Aysberg)
    04 Mär 2008, 01:29

    Für Leute, die eine private Website betreiben mag es nett sein, IE6-User zu erziehen. Aber als Internetagentur und auch für sonstige wirtschaftlich denkende Unternehmen ist es abstrus, seine Besucher zu erziehen oder sonstwie vor den Kopf zu stoßen. Im IE muss nicht alles funktionieren (Stichwort CSS3-Features), aber im Großen und Ganzen sollte die Website in Darstellung und Bedienung der in modernen Browsern gleich sein.


  8. ruepel
    04 Mär 2008, 01:42

    Die ganze Diskussion ist eine meiner (Hass-)Lieblingsdebatten. Meine Position war früher ganz klar: Jede Seite sollte in den aktuellen Browsern und mindestens im IE6 laufen.
    Inzwischen sehe ich das etwas differenzierter.

    Zunächst muss man eindeutig sagen, dass eigentlich nichts dagegen spricht zeitgenössische Technik einzusetzen und damit sich das Problem einzufangen, dass ein sieben! Jahre alter Browser die Seite nicht korrekt anzeigt. Was spricht dagegen dem Nutzer bewusst zu machen, dass er ein Produkt benutzt, dass aktuellen Anforderungen in keiner Weise gewachsen ist?
    In Analogie zur Computernutzung könnte man auch sagen, dass Vista oder die CS3 auch neuere Hardware verlangt, weil sich die Programme weiterentwickelt haben, weil neue Anforderungsprofile an die Software gestellt werden, die darin resultieren, dass die alten Ressourcen nicht ausreichen. Bei Computerspielen wird es noch deutlicher: Crysis zB verlangt nach Hardware, die noch nicht erschienen ist. Wenn nun neue Software neuere Hardware vorraussetzt, wie kann es da sein, dass ein einzelnes Produkt einen ganzen Wirtschaftszweig stillstehen lässt oder zumindest stark ausbremst?
    Würde sich ein gemeinsamer Nenner finden lassen, zB alle Browser bestehen den Acid2 Test und interpretieren einen großen Teil der aktuellen CSS Spezifikation ähnlich/gleich, würde sich die Produktivität in der Webbranche vermutlich drastisch steigern lassen. Zudem darf auch nicht vergessen werden, dass das Testen in verschiedenen Browsern nicht nur ein zeitlicher sondern auch ein materieller Aufwand ist, denn auf dem Mac ist es schwierig, den IE zum Laufen zu kriegen (ja, ich kenne den X11/Wine Workaround, aber es ist auf meinem MBP so langsam, dass man nicht mehr von zumutbar Arbeiten sprechen kann). Und Bootcamp ist auch keine Lösung, da einem unter Windows die gewohnte Arbeitsumgebung fehlt und man doch wieder OSX laden muss. Also bedarf es eines zweiten Rechners oder einer Parallelsinstallation; zumindest für Leute, die normalerweise mit dem Mac arbeiten und Probleme mit dem IE darauf haben. Ich frage mich ernsthaft ob dies wirklich zumutbar ist oder was passieren würde, wenn zB ein Tischler einen vergleichbaren Aufwand betreiben müsste.

    Andererseits! Der IE6 hat laut webhits.de einen Marktanteil von 47%! Das kann man selbstredend nicht ignorieren und auch nicht kleinreden. (Eigentlich wollte ich zu diesem Punkt noch viel mehr schreiben, aber fast 50% sind als Argument, weshalb man ihn nicht missachten sollte, stark genug.

    Meiner Meinung nach sollte man den IE6 Usern bzw. den Verantwortlichen ITlern deutlich machen, dass sie ein veraltetes Produkt einsetzen und es durchaus an der Zeit ist, einen Wechsel einzuleiten. Das heißt nichts anderes, als dass die Öffentlichkeit für diesen Umstand sensibilisiert werden muss. Denn wie kann es angehen, dass der IE5 immer noch einen Marktanteil von 3,5% hat? Da schläft doch eindeutig jemand.
    Für Webdesigner bedeutet es, dass die Seiten (zumindest Kundenseiten) für absehbare Zeit auf jeden Fall auch für den IE6 angepasst werden müssen, eventuell sogar frühere Versionen, je nach Einsatzgebiet. Allerdings spricht wohl nichts dagegen bei großen Projekten, zB Intranetseiten dem Auftraggeber klar zu machen, welche Kosten damit verursacht werden.
    Für private Seiten ist jedoch eine Möglichkeit, den User durch Nichtanpassung zu verstehen zu geben, dass er endlich mal seinen Hintern bewegen sollte. Ich habe es jedenfalls so gemacht, weil ich keine Lust und Zeit hatte mein Design an den IE6 anzupassen. Das ist es mir einfach nicht wert und dafür mag ich standardkonforme Seiten zu sehr.

    Kurz: Bei privaten Seiten ist eine Nichtanpassung durchaus möglich - bei Kundenseiten muss aber auf eine Lauffähigkeit mindestens im IE6 und IE7, Firefox, Safari, Opera etc. geachtet werden.
    Und zu guter Letzt: Der IE6 ist ein veraltetes Produkt und das sollte der Öffentlichkeit endlich bewusst werden.

    Ich hoffe ich konnte mich, trotz der späten Stunde, einigermaßen verständlich ausdrücken, seht mir bitte Argumentationslücken nach. ;)

    _ruepel


  9. Ralph
    04 Mär 2008, 22:53

    Der IE 6.x möge zwar sehr nervend sein, leider, aber die Benutzer dieses Browsers haben vielleicht auch Ihre Gründe, diesen Browser zu verwenden, genau wie wir welche haben, diesen Browser zu verdammen ;)

    Meinen Kunden empfehle ich immer wieder alternative Browser zu verwenden. Aber für dessen Zielgruppe lasse ich immer für den IE 6.x ein eigenes externes Stylesheet anfertigen, denn wie bereits mitgeteilt, der IE 6.x hat noch eine zu grosse Verbreitung und als Unternehmer wollen wir neben einer glücklichen Zielgruppe auch Geld verdienen.

    In diesem Sinne aus Dresden

    Ralph


  10. voyance
    30 Jun 2008, 13:23

    Andererseits! Der IE6 hat laut webhits.de einen Marktanteil von 47%! Das kann man selbstredend nicht ignorieren und auch nicht kleinreden. (Eigentlich wollte ich zu diesem Punkt noch viel mehr schreiben, aber fast 50% sind als Argument, weshalb man ihn nicht missachten sollte, stark genug.


  11. merde
    02 Jul 2008, 19:12

    Ich versuche lieber möglichst alle Browser abzudecken, der IE6 ist in vielem Firmen noch immer vorherrschend.


  12. gagner de l'argent
    15 Feb 2009, 12:30
    internet explorer bug these last many days without security holes, it is easier to be attacked by a three-horse that Mozila is really a pity to separate Internet Explorer today, it really is advised to follow the update of Internet Explorer to protect your computer against the orders of java script that damages your computer. Thank you for this article.

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