Grundlagen der Gestaltung von Formularen

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Dieser Artikel greift wieder einmal das bei einigen unbeliebte Thema der Gestaltung von Formularen auf. Gerade zur Weihnachtszeit, in der vermehrt online gekauft, bestellt und gebucht wird, ist es umso wichtiger dem potentiellen Kunden das Ausfüllen der abzufragenden Daten und dem Versenden dieser, so einfach wie möglich zu gestalten. Die Umsetzung muss daher, im Sinne eines erfolgreichen Abschlusses, im besonderen Einklang mit der Gestaltung eines Formulars sein. Daher haben wir eine Liste mit 14 Punkten erstellt, die dabei behilflich sein kann, User erfolgreich durch das Ausfüllen eines Buchungs-, Bestellungs- oder Registrierungs-Formulars zu führen.

Grundlagen der Gestaltung von Formularen
  • Gruppiert umfangreiche Formulare in entsprechende Fieldsets ( bspw. fü Anschrift, Bankdaten, Kontakdaten ). Das macht den Umgang mit den Formularen wesentlich übersichtlicher und einfacher für die User.
  • Verwendet den legend-Tag zur Kennzeichnung der Überschrift des entsprechenden Fieldsets.
  • Fragt nur die wirklich nötigen Daten ab und haltet die Anzahl der Pflichtfelder so gering wie möglich. Allein der Anblick von zu umfangreichen Formularen, wirkt auf viele User abschreckend. Weniger ist also auch hier mehr!
  • Verwendet aussagekräftige Bezeichnungen für die Label! Ein Label "Name" mit zwei dahinterstehenden Eingabefeldern, ist nicht für jeden User eindeutig. Schon gar nicht wenn dieses Formular in mehreren Sprachen anwendbar sein soll. Folge - der User überlegt, wird unsicher und bricht den Vorgang mit hoher Wahrscheinlichkeit eher ab.
  • Verwendet möglichst kurze Bezeichnungen für die Label! Denkt bei der Gestaltung vorausschauend an die möglichen "Grenzen des Formular-Layouts". Passt es auch noch, wenn der User bspw. in älteren IE-Versionen die Schrift skaliert? Bleibt das Layout auch in englischer Sprache noch in dem vorgesehen Layout-Rahmen?
  • Achtet auf die Ausrichtung zwischen Label und dem entsprechenden Formularelement. Die Abstände dürfen im Sinne einer leicht verständlichen Usability, nicht zu groß sein.
  • Gib dem User innerhalb der Eingabe- und Textfelder genügend Platz, um seine Daten eintragen zu können. vor allem bei Namen, Anschriften oder Eingabefeldern für E-Mail-Adressen! Zu kleine Eingabefelder, hinterlassen unsichere User, die sich nicht mehr sicher sind, ob sie die Daten jetzt hier eintragen können oder nicht. Folge - die Abbruchrate steigt!
  • Beschreibt am Anfang eines Formulars das Zeichen, mit dem Pflichtfelder markiert werden ( bspw. dem oftmals eingesetzten Sternchen * ). Am Ende eines Formulars ist diese Information bspw. für Screenreader-User alles andere als sinnvoll und hilfreich.
  • Markiert nach einem fehlerhaften Versenden der Formulardaten, die entsprechend Formularelemente. Am besten rot! Auch wenn "rot" aktuell, von einigen eher mit dem Weihnachtsmann in Verbindung gebracht wird, ist es immer noch die Signalfarbe überhaupt!
  • Gib bei Fehlermeldungen zusätzliche Informationen in Form eines korrekt ausgefüllten Beispiels an ( bspw. in einem Tooltip ). Das gibt dem User zusätzliche Sicherheit, im Umgang mit den Daten!
  • Gib dem User die Möglichkeit den Kauf- oder Buchungsvorgang mittels eines Buttons beenden zu können ( bspw. "Abbrechen" ). Das gibt ihm Sicherheit in Bezug auf seine privaten Daten.
  • Der Button zum Versenden der Formulardaten, sollte idealerweise visuell auffälliger umgesetzt werden, als der Abbrechen-Button. Positioniert diesen Button immer rechts! Denn in den meisten Formularen wird dieser Button, rechts positioniert. Die Meisten User sind daran gewöhnt. Wenn der Button zum "Bestellen", links anstatt rechts positioniert ist und der Button zum "Abbrechen" des Bestellvorganges rechts anstatt links, dann braucht ihr euch öber steigende Abbruchraten nicht zu wundern.
  • Stellt den Usern nach erfolgreichem Versenden der Formulardaten die Information mit dem Bestellvorgang "erfolgreich" gewesen zu sein, auch visuell zur Verfügung. Bspw. "vielen Dank, ihre Daten wurden erfolgreich versendet ...". Das gibt dem User zusätzlich Sicherheit und er muss sich nicht fragen, ob der Buchungs- oder Bestellvorgang erfolgreich war.
  • Gib dem potentiellen Kunden außerhalb des Formulars die Möglichkeit, sich mit Euch in Verbindung setzen zu können. Bspw. anhand einer Telefonnummer, bei der man sich bezüglich inhaltlicher und fachlicher Dinge melden kann. Das schafft Vertrauen beim potentiellen Kunden und die Wahrscheinlichkeit eines Abbruchs dieses Buchungs- oder Bestellvorganges, wird somit geringer.

CSS-Design. Die Tutorials für EinsteigerEs muss nicht dem Zufall überlassen werden, ob jemand in einem Online-Shop das Zeil seiner Begierde bestellt oder den wohlverdienten Urlaub bucht. Anhand der oben aufgeführten Liste ist zu erkennen, dass eben auch in der oftmals ungeliebten Gestaltung von Formularen, manchmal nur wirklich Kleinigkeiten den Unterschied zwischen Erfolg und Mißerfolg ausmachen. Wer mehr über Tipps und Tricks im Umgang mit Formularen und der Gestaltung dieser via CSS erfahren möchte, wird im Buch "CSS-Design. Die Tutorials für Einsteiger" fündig.

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  1. Steve 19 Dez 2008, 12:27

    Die Information zum Sternchen (*) nach dem Formular zu positionieren ist wirklich alles andere als clever, aber man glaubt nicht, wie oft das noch der Fall ist. Klasse Übersicht im übrigen.


  2. Sven
    20 Dez 2008, 12:11

    Hilfreiche Übersicht. Besonders das Gruppieren und die mögliche Länge der Eingabefelder darf nicht unterschätzt werden. Firmennamen haben manchmal eine Länge die eher an eine Kurzgeschichte erinnert (Niedersächsische Handeslgesellschaft für Umwelt und Verkehrsfragen mbH) - auch beim besten Willen ist hier wohl kaum ein vernünftig eingestelltes Formularfeld möglich.

    Letztendlich schämen sich da vielleicht noch die Firmen mit einem sehr kurzen Namen...


  3. DeMoehn
    21 Dez 2008, 11:14

    Wirklich hilfreiche Sammlung an Informationen.

    Vielen Dank

    - Desweiteren sollte man vielleicht darauf achten, das evtl. angewandte Captchas nicht zu schwer zu lesen und auch ohne Verlust aller Daten zu refreshen sind...


  4. Andreas 21 Dez 2008, 14:50

    Also auf den Abbrechen-Button kann man getrost verzichten. SPON hat dem mal einen Artikel in der Reihe Technikärgernisse gewidmet. Warum schon soll jemand alle Eingaben löschen wollen? Und für den Fall, dass man auf eine andere Seite wechseln will, sollte man den Link aussagekräftig beschriften (z.B. Warenkatalog), aber sicher nicht "abbrechen".


  5. Webstandard-Team
    22 Dez 2008, 08:23

    @Andreas: "Warum schon soll jemand alle Eingaben löschen wollen?" Weil es sich während eines Buchungs- oder Bestellvorganges nicht gerade wenig User anders überlegen und eher noch nicht Buchen oder Bestellen wollen. Und die wollen ihre persönlichen Daten gelöscht wissen und sich am Ende nicht noch fragen müssen, haben die jetzt meine Daten oder nicht? Vor allem ältere oder weniger erfahrene User im Umgang mit dem Medium, sind diesbezüglich oft unsicher. Eine Klare "Ansage", ist hier durchaus hilfreich als störend.Bei Buchungsabläufen, denen andere Übersichten vorausgehen, kann bzw. sollte man natürlich wie von dir beschrieben, den "Schritt zurück" wählen und den Button aussagekräftig beschriften.


  6. helmeloh
    24 Dez 2008, 03:32

    Nützlich Infos und schönes Design, aber bei dieser Thematik stört mich
    Line 173, Column 13: there is no attribute "type".


  7. Ralph
    02 Jan 2009, 08:49

    Vieles wurde bereits in den Kommentaren geschrieben.

    @Webstandard-Team: Kann es sein, dass bei der Beantwortung von Andreas seiner Äusserung die Problematik "Abbrechen-Button" von zwei unterschiedlichen Formularen betrachtet wurde. Bei einfachen Kontaktformularen finde ich diesen Button auch überflüssig. Bei komplexeren Formularen sollte man Lösungen anbieten, um zum Beispiel bereits eingegebene Daten, die man behalten will, noch zwischengespeichert werden. Um diesen "Abbrechen-Button" gibt es viele Meinungen und letztendlich muss sich der zuständige Designer entscheiden.

    Ralph


  8. Webstandard-Team 02 Jan 2009, 13:36

    @Ralph: Natürlich ist der Aspekt des Abbrechens, nur bei umfangreichen Formularen nötig und nicht bei einem Kommentarformular wie diesem hier.


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