CSS-Frameworks - Pro und Kontra
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CSS
- 29 Dez, 2008
Twittern - Kommentare (15)
CSS-Frameworks. Immer wieder erhalten wir Nachfragen, ob wir CSS-Frameworks für Webprojekte verwenden. Und unsere Antwort ist bisher immer gleich - Nein. Daraufhin folgt meistens die Frage nach dem WARUM? Es ist doch zeit- und damit oftmals auch kostensparend, mit solchen Gerüsten zu arbeiten. Man muss nicht immer ganz von vorne anfangen und geht bspw. mit YAML dem ein oder anderen Browser-Bug, aufgrund bereits vorausgegangener Arbeiten, aus dem Weg. Bei "normalen" Spalten-Layouts wie bspw. Blogs durchaus ein Argument, bei vielen anderen Ansätzen die darüber hinausgehen, ist es für uns aber einfacher den Code nach dem Screendesign individuell umzusetzen, als ein Framework und das daraus resultierende Gerüst mit manchmal nicht unerheblichem Code-Ballast, als Vorlage für ein Design zu nehmen. Außerdem ist es bei uns eher selten der Fall, dass sich Projekte so sehr ähneln, dass deren Aufbau bzw. das Grundgerüst "wiederverwendet" werden kann. Zudem gibt es nicht wenige die sagen, dass sie somit von ihrer Individualität einbüssen würden. Daher wollen wir Euch zum Ende diesen Jahres noch einmal fragen, wie Eure Erfahrungen oder Empfehlungen bezüglich CSS-Frameworks sind.















Den Zeitaufwand mich bspw. in YAML einarbeiten zu müssen, verwende ich lieber darauf etwas für den Kunden einzigartiges bzw. individuelles auf die Beine zu stellen. Außerdem kommt es für mich nicht in Frage für kommerzielle Projekte 59,50 bzw. 119 Euro zu zahlen, wenn ich dies letztendlich auch selber machen kann. Für ein Blog -Layout ist YAML aber durchaus zu empfehlen, hierzu sollte man sich aber zumindest die dazugehörige Doku durchgelesen haben.
Vielen Dank für die Beiträge in diesem Jahr. Ich wünsche dem Webstandard-Team und den Gast-Autoren einen guten Rutsch ins neuen Jahr 2009!
Interessante Frage, die durchaus erweitert werden könnte: Wenn man bspw. in einem Projekt im Backend-Bereich innerhalb einer auf Java basierenden Anwendungen diesbezügliche Packete verwendet, im Frontend bspw. für das Verhalten JavaScript-Frameworks, zur Gestaltung CSS- und HTML-Frameworks - was bleibt dann noch an Individualität übrig? Sry, aber bis auf die beiden erstgenannten Bereiche, kommen mir keine Frameworks ins Haus. Die Kunden wollen Individualität und die bekommen sie auch!
29 Dez 2008, 12:45
Ich verwende ebenfalls kein CSS-Framework.
Eine CSS-Datei mit den wichstigsten Deklararationen, die ich standardmäßig immer benötige befinden sich darin. Das erleichtert mir die Arbeit und führt zu einem schnelleren Ergebnis. Am Projektende gehe ich meist die CSS-Datei nochmals durch und lösche nicht benötigte Deklarationen. So bleibt alles schön übersichtlich und kein unnötiger Code-Ballast ist dabei.
29 Dez 2008, 12:47
In größeren Entwicklerteams ist es meiner Meinung nach das Beste was man machen kann. Ich nutze YAML für so ziemlich jedes Projekt mittlerweile. Allein weil es nach der ersten Lernkurve wesentlich schneller geht, und sich die Teammitglieder nicht jedes mal neu in das Markup reindenken müssen, denn der Grundstock ist der selbe. Die individuelle Anpassung der Inhalte und des tatsächlichen Designs ist dann ja auch Handarbeit.
Ein weiterer Vorteil, gerade bei wirklich großen Teams wie bei meiner Arbeitsstelle ist, dass sich die Leute die nicht für die Struktur und das CSS zuständig sind, nicht nach den IEs schauen müssen und auch jedes mal eine gewohnte Umgebung vorfinden und mit Klassen wie clearfix und floatbox (im Fall von Yaml) auch schneller klar kommen.
Für mich pers. der grösste Vorteil ist, dass "Layouts" portabel werden. Oftmals geschiet es das für den Kunden auf Basis MVC ein Projekt umgesetzt wird und im Zuge kalr wird, dass aber noch ein Blog oder so ganz schickes Beiwerk wären. So nimmt man letztendlich nur die CSS-Dateien die das Layout bestimmen und übernimmt diese in ein Yaml-Wordpress-Theme oder in eine Typo3-Installation. Da das Markup das selbe ist und nicht erst angepasst werden muss. Lassen sich solche Kleinigkeiten binnen weniger Stunden umsetzen.
Für Individuelle Lösungen und bei kleineren Teams und Freelancern halte ich eine Eigenentwicklung nat. auch für besser. Aber in Teams wo man sich auf Codekonventionen einigen muss sind Layout-Frameworks ein Schritt in die richtige Richtung.
29 Dez 2008, 19:30
Ich würde immer gerade als Hobbywebmaster immer auf Frameworks bauen. Man hat wirklich den Vorteil, dass man sich nicht um jedes Browserbug kümmern muss und sehr schnell ein Layout zusammenbauen kann. Leider kosten die wirklich guten Frameworks etwas.
Ich will mich auch nochmal bei eurem Team bedanken und freue mich auch nächstes Jahr wieder in eurem Blog zu stöbern.
Gruß Michael
29 Dez 2008, 23:49
Durch die Verwendung von Frameworks wird in keinster Weise die Individualität eingeschränkt. Wir setzen bei fast allen Projekten YAML ein und sind dadurch im Templating deutlich schneller geworden
30 Dez 2008, 04:38
Wer mit dem Argument mit der fehlenden Individualität ankommt schafft es einfach nicht über das Kastendenken eines CSS Templates hinauszudenken. Seit Jahrhunderten gibts das Gestaltungsraster. Und auch seit je her im Webdesign. Und da fallen fast alle (auch die indivuellen) Designs hinein. Jedes Design ist im Raster ausgerichtet. Und wenn man nun von der Photoshopdatei bis ins Framework mit einem gleichen Gestaltungsraster arbeitet kann man ne Menge Zeit bei der Umsetzung sparen und auch ganz einfach andere Mitarbeiter dran arbeiten lassen.
Die Kunst daran ist lediglich sein Design nicht als Kästchenraster aussehen zu lassen. Aber das liegt in den Fähigkeiten des Designers und ist nicht die Schuld des Rasters selbst.
Also das Argument mit der fehlenden Individualität kann nicht gelten. Das Einzige was man als Gegenargument nehmen kann, ist der überflüssige Code, den ein Framework mit sich bringt
Ohje schon halb morgens. Ich spare mir meine Rechtschreibfehler zu korrigieren. Nicht um diese Uhrzeit :D
30 Dez 2008, 08:43
@Andi: "...Und wenn man nun von der Photoshopdatei bis ins Framework mit einem gleichen Gestaltungsraster arbeitet..." Und genau das ist bei uns nicht der Fall. Unsere Designs besitzen jedes mal ein neues Raster an dem sie sich ausrichten, daher greift das Argument der Wiederverwendbarkeit und damit verbundenen Zeitersparnis, in diesem Fall nicht.
"Die Kunst daran ist lediglich sein Design nicht als Kästchenraster aussehen zu lassen. Aber das liegt in den Fähigkeiten des Designers und ist nicht die Schuld des Rasters selbst." - Die fehlende Individualität war auf den (X)HTML und CSS-Code bezogen nicht auf das Design. Wir sehen Design nicht als Kästchen, haben wir noch nie und werden wir auch hoffentlich nicht, man weiß ja nicht was noch so alles passiert im Laufe der nächsten Jahrzehnte ;o) Unsere Erfahrung ist einfach, dass wir und dieser Erfahrung teilen wir auch mit anderen Profis, ein Screendesign schneller ohne Framework umsetzen und dazu noch individuellen und einzigartigen (hoffentlich) Code schaffen und das ohne dafür noch extra eine Lizenz in Anspruch nehmen zu müssen.
@Michael: Vielen Dank für die Wünsche, wir werden uns selbstverständlich auch im neuen Jahr Mühe geben ;o)
30 Dez 2008, 18:52
in einem 24 Spaltenraster von BlueprintCSS (nur als Beispiel) kann man jedes Design entwerfen. Von vorneherein für jedes individuelle Design ein individuelles Raster entwickeln zu wollen ist der falsche Ansatz. Klar das das nicht funktioniert
31 Dez 2008, 18:22
Ich vertrete die Meinung des Webstandard-Team => für Projekte auf Arbeit ist ein Framework einfach nicht geeignet. Dafür unterscheiden sich die Aufträge einfach zu sehr von einander. Vielleicht ist es aber auch nicht in allen Agenturen so. Ich kenne einige benachbarte Agenturen die ihre bekannten Raster im Screendesign und im Markup anwenden - leider sehen die Webseiten dann entsprechend auch sehr ähnlich aus.
Im privaten Bereich würde ich die Frameworks vielleicht einsetzen, leider besitze ich da aber nicht das nötige Geld um mir bspl. YAML leisten zu können :-) und Blueprint ist mir einfach zu unflexibel.
PS: Ich wünsche euch einen schönen Rutsch ins neue Jahr
lg
Jared
31 Dez 2008, 22:21
Hi.
Also ich würde immer auf YAML setzen. Ich kann mir kein Design vorstellen, dass nicht einfach oder einfacher und schnell damit umzusetzen wäre.
der YAML Builder hilft sehr, um schnell den Code für eine Webseite zu erstellen.
http://builder.yaml.de
Schönen Gruss,
Kahlil
Nun, ich werde am 6. Jan an einem CSS Campus zu genau diesem Thema teilnehmen. Ggf. kann ich euch dann noch eine Zusammenfassung hier posten. Ich konnte mich bislang weder für YAML, noch Blueprint noch 960grid begeistern. Die Individualität des Codes ist mir Wurscht, was für mich zählt ist Übersichtlichkeit und keine überflüssigen Codeteile (obwohl das bei der heutigen Surfgeschwindigkeit eher irrelevant ist).
PS: das Kommentarformular hat mich nun 3x abgewiesen (Firefox 305 / Mac). Meine e-mail-adresse sei ungültig, wenn ich dann auf zurück klicke, ist der code dann falsch...
02 Jan 2009, 14:02
Ich benutze Frameworks ebenfalls aus den genannten Gründen nicht. Am liebsten arbeite ich Notepadd++ und gebe sowohl den HTML- als auch CSS-Code von Hand ein. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass bei komplexeren Layouts jemand mit diesen Frameworks so viel schneller ist, als dass es den unnötigen Code rechtfertigen würde…
03 Jan 2009, 22:22
Ich verwende das CSS-Framework YAML für meine privaten Webprojekte, wenn sich meine Designvorstellungen damit realisieren lassen.
Insgesamt habe ich bisher eine Website und zwei Blogs mit YAML erstellt und möchte es - insbesondere wegen des Abfangens von Browserbugs - nicht mehr missen.
Natürlich muss man den Code noch von Ballast befreien, aber ich bekomme mit YAML auch akzeptabel schlanke und damit schnell ladbare Webseiten hin.
Frameworks sparen Zeit & Geld. Ob es nun JavaScript-, PHP-, CMS- oder auch CSS-Frameworks sind. Einarbeitungszeit braucht man für alle diese Frameworks, kaum jemand würde aber behaupten, dass er jQuery mal eben neu selbst bastelt, um Funktion X und Y abzubilden, bei CSS ist das ganz anders, das scheint also auch was mit dem Berufsbild zu tun zu haben, aber das ist ein anderes Thema.
Warum also beispielsweise YAML, YUI-Grids oder Blueprint? Jedes Layout unterliegt einem Raster, auch wenn es noch so flexibel und variabel ist. Oder noch so verstiegen in Punkto Verschachtelung. Mit einem Framework muss ich aber nur jene Bestandteile neu machen, die außen oder innen hinzukommen oder wegfallen. Ich muss aber nicht alles neu machen, alle möglichen Browserbugs neu bedenken, um das Grundraster zu erarbeiten. Beispiele habe ich genügend, inzwischen haben wir über 30 Projekte unterschiedlichster Art (von fixen Layouts bis zu Zoom-Layouts) mit YAML entwickelt. Die Zeit vom Layout bis zur Umsetzung, inklusive Bugfixing, ist unschlagbar und für eine Agentur hoch wirtschaftlich.
Klar, wer Coden als Kunst versteht und Zeit und Muße für Individualcoding aufbringt, wird weniger Code produzieren, sich selbst verwirklichen und Freude haben. Produktiv arbeiten ist aber ebenfalls eine Kunst.