Wieviel Weiterbildung braucht man um konkurrenzfähig zu bleiben?

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In dem was man macht wirklich gut zu sein, setzt neben einer entsprechenden Qualifikation eines voraus, wofür sich nicht jeder Arbeitnehmer die notwendige Zeit nimmt oder sie aufgrund entsprechender Auslastung einfach nicht hat. Weiterbildung! In kaum einer Berufssparte ist das Tempo in dem man sich weiterbilden muss höher, als im Bereich IT. Aber auch das relativ umfangreiche Leistungsspektrum sorgt dafür, dass man sich kontinuierlich weiterbilden muss. Ob die Weiterentwicklung und Umsetzung neuer Webstandards, die Anwendung von Softwareprodukten, aber auch Aspekte wie Barrierefreiheit und Usability dürfen in der alltäglichen Arbeit nicht unter den Tisch fallen. Aber wieviel Zeit muss man dafür aufwenden? In einer Studie des VDI, ermittelte man 10-12 Tage, was ca. 5% der Arbeitszeit im Jahr entsprechen würde. Wie sind eure (Ein)Schätzungen diesbezüglich? Sind 2 Wochen Weiterbildung pro Jahr genug, um auf hohem Niveau konkurrenzfähig zu bleiben?

Welche Art der Weiterbildung praktiziert ihr?

Die Möglichkeiten der Weiterbildung sind nicht nur dank dem Internet und den immer schneller werdenden Internetverbindungen ebenso vielfältig, wie die Aufgabengebiete selbst. Der eine geht bspw. mittels des ein oder anderen Buches, eher den Weg eines Autodidakten, während andere eher an externen Kursen und Schulungen teilnehmen. Wiederum andere besuchen Barcamps, um sich entsprechendes Know-How einzuverleiben. Auch hier würden wir gern wissen, wie ihr dies handhabt. Welcher Weg ist für Euch der "ideale"?

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  1. derMaggus
    27 Jan 2009, 10:01

    Interessante Frage.

    ... wenn ich auf meine letzten Jahre so zurück blicke, machts die gesunde Mischung! Autodidakt war und bin ich noch immer. Bücher hatten bei mir auch nur die Grundsteine gelegt und Hunger auf mehr gemacht. Durch das neue Wissen aus den Büchern, wurden Fachbegriffe und Techniken verinnerlicht, welche nun neue Möglichkeiten für gezielte Suchen in den Suchmaschinen offenbarten. Der Weg in die unzähligen Foren und Blogs ebnet dann den Rest. Die Entwicklung neuer Techniken und Frameworks, findet dort einfach in viel kürzeren Frequenzen statt.

    Barcamps oder Schulungen habe ich aber bisher noch nicht probiert ... sicher eine feine Sache, jedoch für mich in absehbarer Zeit noch weit entfernt.

    Bin gespannt auf weitere Kommentare und wie die anderen das so handhaben :-)

    Liebe Grüße aus Berlin,
    Marcus


  2. Fabian Schmid
    27 Jan 2009, 10:10

    Das ist eine sehr gute Frage!

    Ich investiere täglich min. 10% meiner Arbeitszeit in eigen Fortbildung.
    Einerseits lasse ich mich von News-Feeds wie diesem zu neuen Funktionen inspirieren und suche bei meinen Kundenprojekten neue Herausforderungen.

    Von Zeit zu Zeit kaufe ich mir auch gerne ein Fach-Buch um z.B. im Urlaub auch am Strand zu lesen.
    Ansonsten nutze ich die Ausführlichen Dokumentationen im Internet.

    Kurse habe ich schon seit längerem keine mehr besucht.
    Bis auf den Google-Developer-Day in Mündchen den ich auch sehr interessant fand.


  3. Manuel
    27 Jan 2009, 10:31

    Manueller Trackback - Hatte das Thema in ähnlicher Form kürzlich auch.

    Die Frage der Weiterbildung stellt sich bei mir gar nicht. Ich lese jeden Morgen die Feeds zahlreicher Fachweblogs und bleibe so immer auf dem neuesten Stand. Zudem mache ich meinen Job einfach gerne und beschäftige mich auch in meiner Freizeit zu genüge damit, indem ich zuhause neue Sachen ausprobiere dich ich tagsüber entdeckt habe und interessant fand.


  4. Andreas Alin
    27 Jan 2009, 11:04

    5% der Arbeitszeit sind auf alle Fälle zu wenig. Vielleicht ist das für ein einzelnes Gebiet ausreichend, in der Regel bildet man sich aber doch auf mehreren Gebieten weiter - oder lernt auch mal komplett neue Paradigmen.

    Ein guter Mitarbeiter bildet sich aber natürlich auch in der Freizeit weiter. ;)


  5. Sebastian
    27 Jan 2009, 11:48

    "Ich investiere täglich min. 10% meiner Arbeitszeit in eigen Fortbildung.

    Einerseits lasse ich mich von News-Feeds wie diesem zu neuen Funktionen inspirieren und suche bei meinen Kundenprojekten neue Herausforderungen.

    Von Zeit zu Zeit kaufe ich mir auch gerne ein Fach-Buch um z.B. im Urlaub auch am Strand zu lesen.

    Ansonsten nutze ich die Ausführlichen Dokumentationen im Internet.
    Kurse habe ich schon seit längerem keine mehr besucht."

    Da kann ich Fabian nur zustimmen, so in etwa sieht das bei mir auch aus, wobei die News feeds einen SEHR großen Teil der Inspiration und Weiterbildung ausmachen.

    Trotzdem ärger ich mich manchmal, daß ich doch mehr machen sollte oder mich nicht weit genug in die Thematik vertiefe.


  6. Jonny
    27 Jan 2009, 12:00

    Ich investiere tatsächlich leider fast null Zeit in Weiterbildung. Mir fehlt einfach die Zeit und daraus entsteht so eine Art "Teufelskreis" der nicht vorhandenen Notwendigkeit - die Aufträge kommen auch so.

    Ungeachtet dessen fürchte ich mich bereits vor dem abrupten Ende mangels Fertigkeit.
    Vor mir her schieben tu' ich seit 1 Jahr ein wenig MS Sharepoint, seit knapp 6 Jahren Basiswissen Flash (6 Jahre, weil Flash doch kein Schwein braucht :D ) und natürlich eine Alternative zu WP und Joomla...vor 5 Minuten wurde ich gefragt ob ich mit AutoCAD umgehen kann...zwar gar nicht mein Bereich, aber interesse ist da!

    Ich setze übrigens zu 100% auf Autodidaktik, aus dem einfachen Grund, dass mich Schulungen, Seminare und sogar sauteure (damals von meinem Arbeitgeber finanzierte) Kurse nicht mehr vermitteln konnten als Bücher+Internet+Try&Error...

    Grüße,
    Jonny


  7. Mariusz
    27 Jan 2009, 12:25

    Ich nutze in etwa 30% meiner Arbeitszeit in die Weiterbildung. Groessenteils lese ich RSS Feeds, schaue mir aber auch gerne mal ein Buch an.

    Barcamps wuerde ich gerne mal ausprobieren. Schulungen und Kurse finde ich fuerchterlich und teuer (da den Leitern meist die paedagogische Erfahrung fehlt).

    Hoechst spannend finde ich in diesem Zusammenhang das 'Jelly'-Prinzip (http://www.workatjelly.com/).
    Versuche das hier in Bangkok mal stattfinden zu lassen und hoffe auf viel _Input_ :)


  8. Shelog
    27 Jan 2009, 14:04

    Mir macht es viel Spaß, in unserer Bahnhofsbuchhandlung die neuen Fachzeitschriften durchzublättern. Fast jede Woche finde ich auch eine, die ich unbedingt kaufen muss. Im Zug werden die Artikel überflogen und wenn mal Auftragsflaute ist, arbeite ich die Beispiele nach.
    Die RSS-Feeds überfliege ich erstmal nur und speichere sie als Bookmarks.
    Besonders effektiv lernt es sich aus Gesprächen in der Kaffeeküche mit den Kolleginnen in unserer Bürogemeinschaft.
    Kurse sind mir zu teuer. Ich ärgere mich immer über die Preise der Volkshochschule, die doch eigentlich das Wissen für jedeN zugänglich machen sollte.


  9. Der Softwareentwickler Blog
    27 Jan 2009, 15:49

    Im IT-Bereich ist der Übergang zwischen normaler Arbeit und Weiterbildung ziemlich fließend. Irgendwie ist man ja die ganze Zeit am lernen (zumindest geht es mir so).


  10. Alex B.
    27 Jan 2009, 16:47

    Ich beschäftige mich schon seit gut 5 Jahren auf dem Gebiet, jedoch erst seit kurzem wirklich beruflich. Deswegen kann ich mir richtige Schulungen aus Zeit/Geld-Gründen einfach nicht leisten, auch wenn einiges sehr verlockend klingt. Dementsprechend muss ich auf Bücher, Fachzeitschriften und das Internet setzen.

    Zu Feiertagen lasse ich mir gerne 5-10 neue Bücher schenken, gegebenenfalls ein ABO.
    Aber das meiste entnehme ich aus dem Internet. Da lasse ich mir auch mal 1 Std./täglich Zeit.


  11. Christian
    30 Jan 2009, 08:39

    Die Frage ist wirklich interessant, ich persönlich komme leider kaum dazu, mich weiter zu bilden. Aber wenn man sich die Zeit nimmt, sind Schulungen und Kurse via Netz oder die Barcamps noch die beste Möglichkeit. Mit dem Selbst Aneignen von Wissen ist das ja immer so eine Sache, das kann mitunter recht schwierig sein, denke ich. Aber das kommt wahrscheinlich auch immer auf den Lernenden an.

    Aber dass 14 Tage schon ausreichen sollen, ich weiß nicht. Gerade in der IT sind so viele Neuerungen, da hat man eine Schulung abgeschlossen, da ist das Wissen schon wieder veraltet.


  12. Birgit
    30 Jan 2009, 22:30

    Womit ich mich weiterbilde, ist recht einfach zu sagen: Ich investiere einiges Geld in gute Bücher, die ich in meiner Freizeit lese. Außerdem lese ich natürlich regelmäßig themenrelevante Blogs und Online-Magazine. Kurse oder Konventionen fallen bei mir so gut wie gar nicht ins Gewicht.

    Wieviel Zeit dafür drauf geht, ist schwer zu sagen. Kommt auch auf die momentane Auslastung an... momentan kommen die Bücher jedenfalls schneller nach, als ich sie "vertilgen" kann (was aber weniger daran liegt, daß ich zu wenig lese, sondern vielmehr daran, daß ich zu viele Interessengebiete habe und einfach büchersüchtig bin) :D


  13. webdesign Rosenheim
    05 Feb 2009, 12:21

    Sehr gute Frage... Als erstes denke ich auch, dass 5% viel zu wenig ist. Im Idealfall kann man Auftrag mit Weiterbildung kombinieren. Wenn auch nur zum Teil, da natürlich auch ausreichendes Wissen bereits vorhanden sein muss. Ich persönlich halte mich mit Büchern, Blogs, Barcamps, Online- und Offlineschulungen auf dem Laufenden, analysiere die Konkurrenz, etc. pp. Alleine schon für diese Bandbreite reichen die 5% bei weitem nicht aus. Es verlagert sich hier halt auch viel in den Freizeitbereich. Dafür hat man eine schöne Arbeit. Wie so oft, hat alles seine Vor- und Nachteile...


  14. Olliver Mann
    06 Feb 2009, 00:05

    Hallo,
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  15. Messehostessen
    10 Feb 2009, 16:36

    Also ich habe das Gefühl, dass mir die täglichen Feeds sehr viel bringen. Dass es in der IT Branche extrem ist, da muss ich dir vollkommen zustimmen. Gefühlt jeden Tag gibt es neue Entwicklungen und man kommt schon gar nicht mehr mit. Deswegen sind 5% wirklich ein bisschen wenig. Aber die andere Frage ist eben auch, wann es mit WEiterbildungen reicht, denn wenn man zu viel mit Weiterbildung beschäftigt ist, ist man irgendwann auch nicht mehr konkurrenzfähig - weil man keine Zeit mehr hat!


  16. Sven Blume 26 Apr 2010, 18:09

    Ich denke es kommt auf die gesunde Mitte an. Ich persönlich verbringe täglich mind. 1 Stunde damit die Feeds von einschlägigen Blogs zu studieren. Kommt wahrscheinlich auch immer auf die genaue Branche an, in der man unterwegs ist.

    Gruß,

    Sven


  17. fvorgaesser 26 Jan 2011, 10:06

    Man kann sich gar nicht genug Wissen aneignen. Schade finde ich auch, das die ältere Bevölkerung sich zu alt findet um sich weiter zu bilden.


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