Die Zukunft von Webdesignern - Spezialisierung!?
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Webstuff
- 27 Mär, 2009
ReTweet - Kommentare (16)
Mit "Webdesigner haben es schwer!" hat Jürgen Liechtenecker vom gleichnamigen Blog gestern einen Artikel verfasst, in dem sich wie die Kommentare dazu verraten, vielen Webdesignern aus dem Herzen spricht. Die Rede ist von der Vielseitigkeit die vor allem vielen Selbstständigen oder Ein-Mann-Unternehmen die Zeit nimmt, sich qualitativ hochwertiger Weiterbildung zu unterziehen. Das dies früher ein wenig anders war, lag vor allem an den Anforderungen die an die jeweilige Aufgabe gestellt wurden. Die mittlerweile stark gestiegenen Ansprüche an das entsprechende Endprodukt, führen zur Spezialisierung bereits bestehender Arbeitsbereiche. Marketing, SEO, Usability, sind alles Themen die es früher bereits gab, nur sind die Erkenntnisse von damals mit den heutigen und dem damit verbundenen Wissen welches vermittelt werden konnte, in keinster Weise miteinander zu vergleichen. Kurz gesagt, man führt immer noch ( mehr oder weniger ) identische Arbeitsschritte durch, nur sind die Aufgaben der einzelnen Aufgabengebiete wesentlich umfangreicher.
Vorrangig ziehe ich mein Wissen aus Büchern, Lernvideos ... Dennoch werde ich das Gefühl nicht los mein Fach nicht ausreichend zu beherrschen, der Wissensschatten verfolgt mich in schnellen Schritten.
Nicht zu unrecht schreibt Jürgen daher, dass es mittlere bis größere Agenturen "einfacher" haben, da sie Mitarbeiter einstellen können die in ihrem jeweiligen Bereich ( Marketing, Screendesign, Usability, etc. ) Spezialisten sind. Dieser Vorteil, ist auf der anderen Seite aber auch ein Nachteil, denn dieser Aspekt führt ( im Normalfall ) zu deutlich höheren Kosten für den Kunden. Aber auch das kann man nicht pauschalisieren, denn nicht selten findet man in zahlreichen Online-Jobbörsen Stellenangebote mit folgenden Kenntnissen im Anforderungsprofil: Apach-Server, Datenbanken, (X)HTML, CSS, JavaScript, Photoshop, Flash, SEO, Java ....
Nun zur eingangs gestellten Frage dieses Beitrags - Ist Spezialisierung die Zukunft von Webdesignern? Ja, denn welchen Grund sollte ein Kunde haben sich für das "Ein-Mann-Unternehmen" zu entscheiden, wenn er auf der anderen Seite ein Team aus Spezialisten der entsprechenden Bereiche zur Verfügung zu haben, die das Beste aus seinen Anforderungen heraus holen können? Denn auch das mittelständische Unternehmen von nebenan, will mit seinem Webauftritt oder Shop direkt oder indirekt eines erreichen, mehr Umsatz! Einige der wenigen Gründe warum sich das "Ein-Mann-Unternehmen" durchsetzen bzw. auch in Zukunft halten könnte, sind der Kostenfaktor und die kürzeren Kommunikations- und Entscheidungswege. Natürlich sollte eine Spezialisierung nicht dazu führen, dass man zum ( entschuldigt den Ausdruck ) Fachidioten verkommt, denn man sollte immer noch wissen was links und rechts neben einem passiert und warum!
Wo seht ihr die Zukunft? Spezialiserung, ja oder nein?




















27 Mär 2009, 10:55
Es ist keine Schande, gewisse Sachen nicht bringen zu können. Ich würde von einem Unternehmer erwarten, dass er dann die Teilleistung fremdvergibt, statt eine halbfertige Bastellösung zu bieten.
Spezialisten sind wichtig, da ihre Erfahrung und Kenntnis im Detail oftmals der einzige Ausweg sind. Allerdings kann man Spezialgebiete ganz unterschiedlich abstecken. Jemand spezialisiert sich auf Webdesign und sollte mit den Template-Engines verschiedener CMS und Frameworks können. Dann ist er aber kein Spezialist auf's einzelne System bezogen (z. B. Typo3) und wird keine Extensions entwickeln.
27 Mär 2009, 11:03
Das Spiel kenne ich nur zu gut. Ich habe schon die ganze Palette durch.
Von A wie Affiliate Marketer bis hin zu Z wie Zend Spezialist.
Spontan wuerde ich sagen, dass es fuer Anfaenger gut ist "ueberall" mal was gemacht zu haben und sich dann zu spezialisieren.
Deswegen JA zu Spezialisierung!
27 Mär 2009, 11:06
@Micha: Sich mit verschiedenen CMS und Frameworks zu beschäftigen ist für mich auch keine Spezialisierung. Die Spezialisierung bezieht sich ehr auf die unterschiedlichen Fachbereiche. Um weitere Irritationen zu vermeiden, habe ich Typo3 aus dem beispielhaften Anforderungsprofil entfernt ;o) Das sollte eigentlich auch nur ein Bsp. dafür sein, dass so manche Agentur auf der Suche nach der "eierlegenden Wollmilchsau" ist ;o)
27 Mär 2009, 12:12
Das Problem ist nicht die Spezialisierung, sondern es gibt zuviele Webdesigner etc. aber zuwenig Jobs. Und es werden immer mehr Leute entlassen, z.B. GOOGLE hat wiedermal Leute rausgeschmissen.
Allgemein sollte man sein Wissen und Können immer vertiefen und verbessern.
27 Mär 2009, 12:17
@Millus: "Allgemein sollte man sein Wissen und Können immer vertiefen und verbessern." Das tut auch Jürgen und sicherlich auch viel andere, aber die zur Verfügung stehende Zeit ist zu gering, um sich Wissen über aller Fachbereiche zu erarbeiten. Ein Spezialist kann sich mehr oder weniger auf ein Gebiet konzentrieren.
Bei Google betrifft das aktuell wohl eher Mitarbeiter des Vertriebs und nicht dem Bereich der Entwicklung oder einem der dieser Diskussion hier angerechnet werden könnte.
Ich sehe das wie Micha, Spezialisten sind relativ. Wenn jemand auf SAP BW spezialisiert ist, dann ist das logisch, dass er nichts anderes mehr macht, aber in breiteren WebSystemen, ist es absolut notwendig zu wissen, was um einen herum abläuft. Ich z.B. habe mich bei JS Frameworks auf jQuery "spezialisiert", entwickle zusätzlich in PHP z.B. unter Zend. Zusätzlich ist der Punkt usability ein "SchwerpunktThema", sowie das Informationsdesign. Ach ja, das CMS Thema habe ich mal wegen befangenheit ausgeklammert...
27 Mär 2009, 12:42
@Markus: Nicht das wir hier aneinander vorbeireden: jQuery, PHP sind alles Themen die zum Bereich Webentwicklung (Frontend)dazu gehören und nicht bereits eine eigene Spezialisierung darstellen. Und das man wissen sollte was um einen herum abläuft, entspricht absolut der Aussage die im obigen Artikel getroffen wurde.
27 Mär 2009, 13:07
Spezialisierung gibt es früher oder später in jeder Branche und in jedem Berufsfeld - das ist der Lauf der Dinge. Folglich wird es auch im Web Design der Fall sein.
Trotzdem braucht es immer Allrounder. Speziell für kleinere Firmen, die sich nicht mehr als eine Person leisten können. Dies kann natürlich auch extern gemacht werden, doch nicht nur das Fachwissen bringt Erfolg. Branchen- und Firmenerfahrung sind wichtige Faktoren, die kein Externer mit sich bringt.
Die richtige Mischung ist sowohl auf Unternehmens-, als auch auf Personenseite entscheidend. Setzt man bloss auf eine Karte, ist das Risiko hoch, dass man früher oder später den Kürzeren zieht.
@Webstandard-Team: Naja aber genau das meinte ich ja damit. Ich bin Designer und beschäftige mich trotzdem - gerade deßhalb - mit diesen Themen.
27 Mär 2009, 14:21
@Markus: Vorbildlich, dass tut nicht jeder!
@Webstandard-Team: naja wie man es nimmt ;-)
27 Mär 2009, 17:56
Ich habe zu dem Thema bereits einen Beitrag geschrieben und meine Meinung ausführlich dargestellt. Er wurde auch viel kommentiert und auch der Pixelgangster hat sich daraufhin mi der Frage beschäftigt. Die Abstimmung zeigt ein sehr ausgeglichenes Verhältnis.
http://daswebdesignblog.de/spezialisierung-als-webdesigner/966.html
http://www.pixelgangster.de/?p=9939
27 Mär 2009, 19:50
Aber gerade wenn man von kleinen oder Mittelständischen Unternehmen spricht ist doch bei denen oft noch gar nicht angekommen, dass man für eine Webseite Sachen wie SEO,Usability etc. überhaupt können muss.
Da wird doch oft noch gedacht, dass das fast jeder könne, sieht man ja gut an Sätzen wie "Webdesigner" Ne brauchen wir nicht, das macht der Sohn von nem Bekannten für uns"
Und größere Firmen beauftragen eh eine Agentur damit.
Also ich bin auch definitiv für Spezialisierung, schließlich wird die Qualität besser wenn man sich auf bestimmte Spezialgebiete konzentriert und nicht überall ein wenig Halbwissen mitbringt. Natürlich sind für Privatpersonen oder kleine Firmen Allrounder besser geeignet, vor allem wenn es um den Preis geht.
Spätestens bei großen Projekten mit entsprechender Komplexität braucht man ein Team mit Spezialisten wenn man nicht Jahre auf seine Seite warten möchte ;)
30 Mär 2009, 07:21
Um ein etwas grösseres Webprojekt fachlich korrekt auszuarbeiten, reicht das Wissen eines Generalist mittlerweile sicher in den meisten Fällen nicht mehr aus.
An der Spezialisierung führt meiner Meinung nach kein Weg vorbei.
30 Mär 2009, 08:18
Ich seh das genauso wie Natalie, an der Spezialisierung führt kein weg dran vorbei wenn man an bestimmte "große/aufwendige" kunden ran möchte. Das kann man nicht mehr alles alleine leisten.