5 effektive Tipps, um die Anzahl der eigenen Facebook-Fans zu steigern

Facebook-Fans steigernDie Bedeutung von Social Media Marketing hat in der jüngsten Vergangenheit rapide zugenommen. Eine Tatsache, die nicht wirklich verwundert, denn in den Sozialen Netzwerken wie bspw. Facebook, Google Plus, Twitter & Co., tummeln sich zum Teil mehrere hundert Millionen Nutzer und sie werden täglich mehr. Um Neukunden im WorldWideWeb zu werben oder eine bereits bestehende Bindung zu Bestandskunden zu festigen, legen immer mehr Unternehmen eine geschäftliche Facebook-Seite an und gehen mit dem Trend. Doch die Fan-Anzahl vieler Facebook-Seiten lässt sehr zu wünschen übrig. Gründe für diesen alles andere als wünschenswerten Zustand, gibt es genügend. Eine Problematik, die sich mit der Einhaltung der folgenden fünf Tipps schnell beseitigen lässt.

1. Lenken Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Kunden und Partner auf Ihre Facebook-Seite

Die beste geschäftliche Facebook-Seite nützt Ihnen nichts, wenn niemand diese kennt. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig die Aufmerksamkeit Ihrer Kunden und Partner - wann immer es geht - auf Ihre Facebook-Seite zu lenken. Hierzu sollten Sie beispielsweise einen Facebook-Fan-Button auf Ihrer Homepage platzieren. Flyer, Banner, Werbegeschenke oder die eigene Signatur eignen sich ebenfalls bestens. Achten Sie dabei bitte jedoch stets darauf, dass der Verweis auf Ihre Facebook-Seite dezent ist und sich niemand gezwungen fühlt Fan zu werden.

2. Fördern Sie Ihre Facebook-Seite mit Hilfe von anderen Netzwerken

Doch nicht nur auf Ihrem Internetauftritt oder Werbeartikeln sollte ein Hinweis auf Ihre Facebook-Seite zu finden sein. Nutzen Sie auch andere Networking-Plattformen wie zum Beispiel Twitter, LinkedIn, YouTube oder Xing und machen Sie sich deren Beliebtheit zu Nutze. So können Sie in Ihrem Profil beispielsweise Ihr Facebook-Seite nennen oder mit Hilfe einer Statusnachricht auf diese hinweisen und die Reichweite deutlich erhöhen. Aufzeigen möchte ich an dieser Stelle diese Vorgehensweise und die daraus resultierende Reichweite am einem Beispiel von Pepsi, die die Casting-Sendung "X-Factor" über die entsprechenden Kanäle miteinander verbinden, um ihr Produkt den Zuschauer auch über die Onlinemedien zu präsentieren.

Tweet zur TV-Sendung X-Factor mit Facebook-LinkTweet zur TV-Sendung "X-Factor" mit Facebook-Link am Ende des Trailers

Bei Twitter wird eine derartige Nachricht "Tweet" genannt und kann im besten Fall sogar von anderen "Re-Tweetet" werden. Dadurch verbreitet sich die Mitteilung über die über 600.000 Pepsi-Follower (siehe Abbildung unten rechts) rasend schnell, was neben Traffic auch durchaus zu einigen neuen Fans führen könnte.

YouTube-Video zur TV-Sendung X-Factor mit Facebook-LinkYouTube-Video zur TV-Sendung "X-Factor" mit Facebook-Link am Ende des Trailers

Der auf diese Weise via Twitter abgebene Tweet, verlinkt zu einem YouTube-Video, welches den Facebook-Link zur Fanpage des Getränke-Herstellers enthält, was im vorangegangenen Screenshot hoffentlich noch zu erkennen ist. Aufgrund der hohen Anzahl an Video-Uploads mit über 17Mio. (siehe Abbildung unten rechts) und Aufrufen des Pepsi-Channels bei YouTube, erhöht sich hiermit die beachtliche Reichweite von Twitter durch YouTube-Aktivitäten zusätzlich.

Facebook Fanpage von Pepsi zur TV-Sendung X-FactorFacebook Fanpage des Getränkeherstellers Pepsi

Zu guter Letzt, werden die bisherigen Social Media Aktivitäten und die daraus resultierenden Social Signals in der Facebook Fanpage, die fast 7 Mio. Usern gefällt, von Pepsi gebündelt. All diese Networking-Plattformen dienen dazu, die Fanpage bzw. diese Aktion von Pepsi zur TV-Sendung "X-Factor" zusätzlich promoten. Ein Ziel welches bei dieser Herangehensweise und der dahinterstehenden "Anhängerhschaft", seine Wirkung nicht verfehlen sollte. Ein weiterer durchaus angenehmer Nebeneffekt, ist der Auf- bzw. Ausbau des Linkbuildings für eine solche Facebook-Fanpage.

3. Locken Sie neue Fans mit interessanten Inhalten und Gewinnspielen an

Zuallererst sollten Sie sich darüber Gedanken machen, wie viele neue Fans Sie generieren wollen und was Sie diesen überhaupt bieten können. Wollen Sie, dass Verbraucher Fan Ihrer Facebook-Seite werden, müssen Sie inzwischen schon tief in die Trickkiste greifen, denn einfach so schließt sich in der heutigen Zeit kein potenzieller Kunde mehr einer Seite an. Geben Sie diesen einen Grund Ihnen zu folgen, indem Ihre Fans von wertvollen Informationen wie zum Beispiel bis dato noch nicht veröffentlichte Neuigkeiten zu bestimmten Produkten oder Dienstleistungen profitieren. Weitere gute Aktionen zur Generierung von mehr Fans sind auch Gewinnspiele oder Werbeaktionen. Verlosen Sie Artikel oder Dienstleistungen unter Ihren Fans und Sie werden sehen, dass die Fan-Anzahl mit der richtigen Strategie schnell steigen wird.

Vermeiden Sie Meldungen, die den Anschein erwecken, eine Werbemaschine hätte Sie erstellt. Ihre Fans sind Menschen, die auch genau so behandelt werden wollen...

Vor allen Dingen Gewinnspiele locken bei Facebook viele Fans an, denn sobald Freunde Ihrer Fans mitbekommen, dass es ein für sie interessantes Produkt zu gewinnen gibt, machen diese ebenfalls mit. In diesem Zusammenhang ist es ratsam eine spezifische Landing-Page zu erstellen, die das Interesse der Besucher weckt. Deuten Sie beispielsweise auf ein Gewinnspiel hin, das erst dann komplett sichtbar wird, wenn man sich Ihrer Facebook-Seite anschließt. Ein Schneeballsystem, das beiden Seiten zu Gute kommt. Sie dürfen sich über mehr Facebook-Fans freuen, ohne dass Sie große Investitionen für Werbekampagnen tätigen müssen und Ihre Fans können etwas gewinnen.

4. Nutzen Sie Facebook Pay per Click (PPC) Werbung

Gemäß dem Fall, dass Sie die Anzahl Ihrer Facebook-Fans nicht nur mit Hilfe von "kostenlosem" Marketing erhöhen wollen, bietet sich zudem die Möglichkeit der "Facebook Pay-per-Click-Werbung" an. Dahinter verbergen sich Werbeanzeigen, die jedem Nutzer auf der rechten Seite seines Bildschirms angezeigt werden. Sie kaufen dabei nicht wie bei der "Pay-per-View-Werbung" nur Einblendungen, sondern Klicks von echten Besuchern. So können Sie beispielsweise 1.000 Klicks kaufen und Ihre Werbekampagne endet erst, wenn diese 1.000 Klicks erreicht wurden, auch wenn für dieses Ergebnis eigentlich 100.000 Einblendungen nötig waren.

Werbeanzeigen auf Facebook schaltenWerbeanzeigen auf Facebook schalten - Die Social Media Plattform zeigt wie es geht

Als Werbetreibender hat man bei Facebook die Möglichkeit, exakt zu bestimmen, bei welcher Zielgruppe die Pay per Click Werbung eingeblendet werden soll und bei welchem Geschlecht und oder welcher Altersstufe, dies geschehen soll. Weiterhin kann man diese Werbeanzeigen auch nach Bildungsstand oder auch Beziehungsstatus des Facebook-Mitgliedes filtern. Der Streuverlust durch diese exakten Filtereinstellungen ist bei richtiger Handhabung durchaus wesentlich geringer, als auf anderen Plattformen. Womit Unternehmen bereits mit einem geringen Tagesbudget zielgerichtet neue Kunden ansprechen und gewinnen können.

5. Trennen Sie Ihre private und Ihre geschäftliche Facebook-Seite und wahren Sie Ihre Persönlichkeit

Viele Unternehmer begehen den Fehler, dass sie ihre private und ihre geschäftliche Facebook-Seite nicht strikt voneinander trennen. Schon fast ironisch, wenn man sich vor Augen hält, dass fast alle Menschen versuchen Privatleben und Beruf auseinander zu halten. Begehen Sie nicht denselben Fehler wie viele andere, sondern legen Sie unbedingt zwei Facebook-Seiten an %u2013 eine private und eine für Ihr Unternehmen. Sonst sehen Ihre Kunden und Partner auch Ihre privaten Postings und das sollte eigentlich nicht der Fall sein. Darüber hinaus sollten Sie darauf achten, dass jedes Status-Update eine persönliche Note von Ihnen enthält. Vermeiden Sie Meldungen, die den Anschein erwecken, eine Werbemaschine hätte Sie erstellt. Ihre Fans sind Menschen, die auch genau so behandelt werden wollen.

Über den Gastautoren

Dies ist ein Gastbeitrag von Manuela Schneider im Namen der Agentur argutus GmbH, die u.a. Aufgaben wie Suchmaschinenoptimierung und Social Media Marketing übernimmt. Frau Schneider ist selbstständig als Online-Redakteurin / Texterin und kann in diesem Bereich mehr als sechs Jahre Erfahrung vorweisen und läutet mit ihrem heutigen Artikel, die Social Media Marketing Tage im Webstandard-Blog ein.

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Artikel mit ähnlichen Themen:
  1. Sven 04 Jan 2012, 09:39

    Auch wenn des Veröffentlichen von Produkten, Events oder Brands über die einzelnen Social-Networks Gang und Gebe ist, werde diese allerdings noch immer nicht oft genug miteinander verknüpft, sondern fristen einen separates Dasein. Schönes Beispiel, welches dieses Vorgehen gut und verständlich beschreibt.


  2. Vincent
    04 Jan 2012, 15:44

    Guter Artikel mit interessanten Anspekten! Pepsi hat das schon ganz schlau gemacht, überall das Profil zu erwähnen! Wenn Geld dazu bereits steht kann man schnell an Fans kommen, die Frage ist nur ob es durch die Fans wesentlich mehr Käufer von Pepsi gibt?..

    Grüße
    Vincent


  3. Patrick Zorn
    05 Jan 2012, 00:41

    Endlich mal wieder ein, zum Lesen lohnenswerter, Artikel zu Werbung in sozialen Netzwerken. Mal schauen, ob die deutschen Unternehmen den auch lesen ^^


  4. Webstandard-Team
    05 Jan 2012, 08:44

    @Sven, Vincent & Patrick: Freut mich, wenn euch der Artikel der Gastautorin gefällt!

    @Patrick: In den nächsten Tagen wird es zu dem Thema noch mehr geben. Dann werden unter anderem Google+ und Xing näher begutachtet und deren Möglichkeiten in den Artikeln heruasgestellt.


  5. Matti
    05 Jan 2012, 09:04

    Das ist alles schön und gut. Dennoch schätzen aktuelle Studien das Bemühen der Unternehmen, Facebook als Vertriebs- und Marketingkanal zu nutzen, zur Zeit noch als eine Art Wunschvorstellung ein. Liegen doch die Interessen der Produzenten und die der Konsumenten bei der Nutzung von Facebook meilenweit auseinander.

    http://www.artegic.de/eCRM/Falsche-Vorstellung-von-der-Social-Media-Erwartungen-der-Konsumenten_0cq-3i3.html


  6. Webstandard-Team
    05 Jan 2012, 10:02

    @Matti: Vielen Danke erst einmal für deinen Link! Das das Bemühen der Unternehmen die und die Interessen der Konsumenten in Bezug auf diese Marketingkanäle auseinander gehen ist keine Überraschung, denn erst die Erfahrung im Umgang damit wird den Unternehmen dieses Know-How ermöglichen.


  7. Patrick Zorn
    05 Jan 2012, 18:01

    @ team:

    wenn die Artikel alle so beschrieben sind, werde ich auch diese lesen. Wobei ich mich jetzt schon frage, was du bei Google+ erläutern willst, weil es da ja noch nicht gerade viele Beispiele gibt, anhand deren was an Ergebnissen aufzuzeigen wäre.


  8. katja splichal
    09 Jan 2012, 11:23

    Möglicherweise bin ich nicht die Zielgruppe, aber ich finde den Artikel gelinde gesagt oberflächlich und wiederkäuend.
    1.) Button platzieren und Signatur anpassen
    2.) Aggregation mittels anderer Netzwerke
    3.) Gewinnspiele
    4.) PPC
    5.) Professionelle Trennung (auch völlig undifferenziert, in welchen Fällen genau das Gegenteil zieht, person driven brands, social products, arts/publishing/music)

    Ich finde, den Beitrag hat es nicht dringend notwendig gehabt, und wenn, dann muss man da schon ein Bisschen tiefer ansetzen, um wirklich weiter zu helfen - die wenigsten Teilnehmer in Social Networks sind Pepsi.
    Katja


  9. Olli 09 Jan 2012, 14:31

    Eine einzige Anmerkung:
    "Deuten Sie beispielsweise auf ein Gewinnspiel hin, das erst dann komplett sichtbar wird, wenn man sich Ihrer Facebook-Seite anschließt."
    Das widerspricht meines Wissens nach den FB-Richtlinien.


  10. katja splichal
    09 Jan 2012, 14:36

    @Olli: nein, Gewinnspiele dürfen nur nicht innerhalb der Page (Wall, Notizen, Info) selbst gepostet werden. Wenn Sie in einer App untergebracht sind und darüber als Reiter oder Post laufen, liegen sie nicht mehr auf FBs-Servern sondern auf externen: FB ist abgesichert.


  11. Darkwing91
    10 Jan 2012, 20:02

    @katja
    bist du dir da sicher mit den Gewinnspielen? Wir haben deshalb bisher auf Gewinnnspiele verzichtet, aber wenn es schon reicht sie auf einen eigenen Reiter zu schieben wäre das ja eine ideale Lösung.


  12. Alexander
    11 Jan 2012, 10:04

    Ich glaube auch bei den Facebook Fans gilt Klasse statt Masse. Sind Fans die nur wegen einem potenziellen Gewinn aufgesprungen sind denn tatsächlich Fans? Klar sehen mehr Fans auch besser aus aber wenn die sich nur auf das nächste Gewinnspiel fixieren und wenig interesse an der Seite selber zeigen sind sie echt nur gut für die Quote.


  13. Felix
    03 Mär 2012, 21:45

    Nur mal zur sprachlichen Genauigkeit: ich gehe davon aus, dass die Autorin im letzten Punkt privates PROFIL und Unternehmensseite meinte. Die wenigsten Personen werden für ihre eigene Person eine Seite anlegen.


  14. Sascha S.
    17 Apr 2013, 16:20

    Und wer sein Gewinnspiel noch ein wenig verbreiten möchte um Teilnehmer zu bekommen kann dieses an diverse Gewinnspiel Seiten im Web einsenden.


  15. Chris K.
    26 Aug 2013, 22:38

    Man sollte auch seine Gewinnspiele bei den vielen Gewinnspiel-Verzeichnissen im Internet promoten, auch wenn da viele nur wegen der Preise mitmachen wollen, so mancher der Teilnehmer wird auch ein dauerhafter Facebook Fan bleiben.
    Zudem bringt es eine Menge zusätzlichen Traffic für die eigene Facebook Seite und viele zusätzliche Backlinks die man aus SEO Sicht nicht unterschätzen sollte!


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