Warum Content King und Webdesign Queen ist - 5 Strategien, Webdesign und Inhalte aufeinander abzustimmen

Warum Content King und Webdesign Queen ist - 5 Strategien, Webdesign und Inhalte aufeinander abzustimmenSollte Content tatsächlich King und professionelles Webdesign Queen sein? Und wenn das so ist, wie setzt man das am besten um? Fakt ist - und darüber sollten wir uns einig sein - das harmonische Zusammenspiel von Content und Webdesign ist maßgebend für den Erfolg einer Webseite. Der suchmaschinenoptimierte Content kann und wird Besucher über die Suchmaschinen "anlocken". Doch was nutzt der beste (und vielleicht auch teuerste) Content, weiß die Website den Inhalt nicht über professionelles und barrierefreies Webdesign zu pushen? Doch wie in allen Lebensbereichen gibt es logischerweise Strategien, kleine Kniffe, wie man eine Page dahingehend optimieren kann, damit der Content durch das Webdesign exponiert wird und die gewünschten Konversionsraten erreicht werden (können).

Warum Content King und Webdesign Queen sein sollte

Dieser Satz ist vom Grunde her selbsterklärend, geht man logisch vor. Auf Basis eines professionellen Webdesigns sollte als erste "Handlung" das Auge des Konsumenten angesprochen werden. Denn Webdesign sollte u.a. neben der Einhaltung einer eventuell vorgegebenen Corporate Identity für ein Webprojekt auch Aspekte der Benutzerführung berücksichtigen, insbesondere dann wenn ein Design bspw. den responsiven Ansatz verfolgt. Es sollte aber auch barrierefrei sein und dafür sorgen, dass Nutzer einer Webseite, wie im Fall der folgenden Webseite eines Catering-Servies, einen Mehrwert für sich verbucht und idealerweise Emotionen weckt, diese einen Bedarf erkennt (im Fall der folgenden Abbildung sollte es im Idealfall Hunger sein), der dann in einer Konversion, der Bestellung eines Produktes dieses Catering-Servies, endet.

Content King und Webdesign Queen - EmotionenEs dürfte offensichtlich sein welche Version der Webseite mehr Emotionen weckt - Content und Design (oben), "nur" Content (unten)

Weil wie im wahren Leben, ein schönes Antlitz allein auf Dauer nicht viel hilft, ist auch im Webdesign der Inhalt die zweite unverzichtbare Konstante. Trotz identischer Inhalte dürfte bei der obigen Abbildung schwer zu erraten sein, welche Variante für mehr Umsatz sorgen würde. Gutes, von einem professionellen Webdesigner erstelltes Webdesign schafft es vielleicht in manchen Fällen kurzfristig über schwache Inhalte hinweg zu täuschen - aber das kann keine Dauerlösung sein. Das bestmöglich designte Kleidungsstück ist ohne einen passenden Träger nicht mehr als ein Stück bearbeiteter Stoff.

Wie erzeugt man Content mit Mehrwert für den Leser und Seitenbesucher

Jeder muss zuerst einmal eine klar erkennbare Struktur aufweisen. Damit ist es extrem wichtig, leicht verständliche Texte anzubieten. Jeder Besucher, der sich erstmals auf einer Page befindet, muss auf Anhieb wissen, um was geht es und was sind die Informationen, welche von der Seite rübergespult werden sollen.

Selbst der beste Inhalt geht verloren, verfügt die Seite nicht über ein visuell ansprechendes, professionelles Webdesign....

Selbst bei fachspezifischen Seiten muss der Catch auch von den Personenkreisen erschlossen werden können, die nicht aus dem Metier stammen. Zudem muss der Nutzer erkennen (oder zumindest glauben), er befindet sich auf einer Seite, die up-to-date ist. Das bedeutet, der Content muss den Eindruck der Aktualität vermitteln und das schon auf den ersten Blick. Wer möchte schon alte Inhalte anstatt aktueller und neuer Informationen - abgesehen vielleicht von Geschichtsprofessoren.

1. Aktuelle Inhalte schaffen

Für diesen Ansatz muss man sehr viel Zeitaufwand betreiben und ständig schreibend dafür sorgen, dass aktuelle Inhalte präsent sind. Doch wer nicht über diese Zeitressourcen verfügt, der schafft sich aktuellen Content z.B. über Newssektoren, die (teils sogar via Feeder automatisiert) branchen- oder sitespezifisch befeuert werden. Neben der Tatsache, dass eine Webseite so ständig auf einem aktuellen Stand gehalten wird udn sich bspw. auch mit aktuellen Trends und Entwicklungen beschäftigt, hat es einen weiteren Nebeneffekt: Webseiten, die ständig aktualisiert werden, erhalten von den Topsuchmaschinen eine höhere Gewichtung als statische Seiten, mit über langen Zeiträumen in denen sich in Bezug auf die Inhalte, gar nichts bewegt. Das dann noch durch professionelles Webdesign unterlegt - Bingo, die Webseite wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ihren Zweck erfüllen.

2. Textaufbau, Formatierung und Keywords runden den Content gelungen ab

Mit einem vernünftigen Textaufbau und einer passenden Formatierung schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Für den Besucher sind solch strukturiert aufbereitete Inhalte zum einen angenehmer zu lesen und zum anderen erleichtert es das Erfassen solch semantisch ausgezeichneter Inhalte, für Suchmaschinen. Verknüpft man die Keywords im Textsegment geschickt mit artverwandten Themen der Webseite surft nicht nur der Besucher einfacher durch, sondern die Suchmaschine findet schneller das, was sie eigentlich finden soll und bringt damit die Webseite bei Suchmaschinen, je nach Abhängigkeit des Marktes in dem sich dieses Keyword bewegt, auf die vorderen Plätze.

Textaufbau, Formatierung und KeywordsIdealer Textaufbau, mit entsprechender Formatierung der Inhalte und Keywords, kann mittels Mikroformate für ein auffälligeres Snippets sorgen, ein sogenanntes Rich Snippet

Headline mit Schlüsselworten, eine inhaltsvolle Summary mit Keywords und einen 1. Absatz, in dem möglichst die Keywords sinnvoll verknüpft sind - und jede Suchmaschine wird sich dankbar zeigen, da den Headlines eine höhere Gewichtung zugerechnet wird, als dem restlichen Text. Mit einer entsprechend gut getexteten Überschrift kann man reichlich Boden gut machen. Wer dann solch strukturierte Inhalte noch mittels Mikroformaten auszeichnet (Verwendung festgelegter klassen für bestimmte Inhalte Events, Produkte oder Rezepte), der hat dann noch die Möglichkeit sein Snippet wesentlich auffälliger zu gestalten als es bei anderen Suchmaschinenergebnissen der Fall ist. Dann hat man unter Umständen trotz einer schlechteren Platzierung (siehe obige Abbildung), aufgrund der auffälligeren Darstellung eine größere Aufmerksamkeit. Im Fall des hier abgebildeten Snippets wurde im übrigen nach Konzerten in Berlin gesucht.

3. Was muss die (Design-)Queen regeln?

Ohne guten Content hat man nur eine Hülle oder Verpackung ohne Mehrwert. So viel ist klar. Doch selbst der beste Inhalt geht verloren, verfügt die Seite nicht über ein visuell ansprechendes, professionelles Webdesign. Ein großes Augenmerk sollte jedoch nicht nur auf diesen Webdesign, sondern besonders auch auf Barrierefreiheit gelegt werden. Um diesen Anforderungen zu genügen, muss die Webseite, wie bspw. bei Behördenseiten, auch von Menschen mit einer Behinderung oder technischen Einschränkung nutzbar sein. Barrierefreies Webdesign bedeutet also: Schon beim Design der Webseiten muss man berücksichtigen, dass auch User mit körperlichen Behinderungen oder kognitiven Einschränkungen die Seite nutzen möchten oder unter Umständen auch müssen. Fehlen zum Beispiel bei einer Grafik oder einem Bild erklärende Texte, ist der seheingeschränkte Mensch automatisch außen vor, weil dieser die Information was auf dem Bild abgebildet wird, nicht erhält. Professionelles Webdesign bietet man nur dann an, werden bei Farbkombinationen, Bilderklärungen und einfach bedienbaren Navigationsegmenten Menschen mit Einschränkungen mannigfaltiger Natur berücksichtigt.

4. CMS und Content

CMS bedeutet "Content Management System" und erlaubt dem Betreiber der Page, seinen Webauftritt unkompliziert und schnell aktuell zu halten - ein wichtiges Kriterium für eine erfolgreiche Webseite. Über ein CMS lassen sich schnell, unproblematisch und sehr spontan Texte, Bilder, Soundfiles oder auch Videos auf die Webseite stellen. Dinge, die vom Inhalt Leser anziehen, sie zum Verbleib auf der Seite animieren. Das Webdesign - hier der Aufbau einer CMS-Page - baut die Präsenz so auf, dass die Befüllung mit aktuellem Content kinderleicht wird und nach Umsetzung auch nicht von einem Webdesigner oder Webentwickler mit Inhalten befüllt werden muss. Diese Aufgabe kann dann ein bspw. ein Redakteur übernehmen, ohne sich dabei großartig mit den Aspekten des Quellcodes auseinander setzen zu müssen. Dadurch wird die Webpage nicht zu einem statischen Internetauftritt, sondern zu einer aktuellen, lebenden Webseite.

5. Wie verpackt man richtig

Gerade im Hinblick auf barrierefreies Webdesign ist die Farbauswahl ein entscheidendes Kriterium. Schwarz und Weiß, Farben die auch von Menschen mit Seheinschränkungen wahrgenommen werden, dienen zur Abgrenzug der Bereiche auf der Seite, als Hintergrund oder zur Hervorhebung. Das Farbkonzept muss sich stets daran ausrichten, was die Seite zeigt. Farben schaffen Emotionen und so unter Umständen auch Vertrauen, ein Zustand der stark in die Beeinflussung einer Entscheidung für einen Kauf oder einer Buchung mit einfliesst. Farben unterstreichen als die Inahlte - aber die falsche Farbwahl kann auch Content zerstören, weil er entweder unleserlich wird oder ein längerer Verbleib auf der Seite strapaziös auf die Augen wirkt. Resultat - die Verweildauer und mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Anzahl besuchter Seiten durch einen Webseitenbesucher mit solchen Einschränkungen, würde sinken. Im Fall der folgenden Webseite eines Fotgrafen ist eben nicht nur wichtig interessante Fotografien zu zeigen, die die Fähigkeiten des Fotografen widerspiegeln, sondern diese Fotos auch in einer geeigneten Verpackung präsentieren, ohne dabei vom Eigentlich zu sehr abzulenken - den Fotografien.

Wie verpackt man richtigNeben den Inhalten ist es enorm wichtig auch auf die "Verpackung" dieser zu achten

Grundsätzlich zählt für die Farbkomposition: Weniger ist mehr. Ist z. B. ein Logo zwingend im Zuge von CI vorgegeben, müssen sich die Farben der Page am Logo orientieren. Eine Signalfarbe sollte als Eye-Catcher vorhanden sein - und nie mehr als 5 Farben. Die Abstimmungen der Farben garantiert eine gute Lesbarkeit der Seiten, die Webdesign verwenden. Bilder unterstützen den Content dann, wenn sie passend zum Thema gewählt wurden. Auch dabei gilt, eine Bildüberladung ist kontraproduktiv - besonders wenn es um animierte GIFs geht. Sie lassen die Webseite "unruhig" erscheinen und dies ist kein Zeichen für professionelles Webdesign. Bilder unterstreichen, Bilder runden ab. Wer dies beherzigt, kann nicht falsch liegen.

Über den Gastautoren

Gastautor dieses zweiten Artikel zum Thema Social Media Marketing in dieser Woche ist Björn Beth, seines Zeichens Redakteur bei der Plattform VomFachmann.de. Aus Hamburg stammend, hat Björn an der Hochschule in Bremen im Internationalem Studiengang Angewandte Freizeitwissenschaft studiert und arbeitet nun bei VomFachmann.de, deren neuen Google Account man ebenso verfolgen kann, wie die Facebook-Seite und den Twitter-Account.

Werde auch du Gastautor im Webstandard-Blog!

Um Themengebiete wie diese, für die sich die Leser interessieren anbieten zu können, möchten wir über diesem Wege weiterhin anderen Bloggern die Möglichkeit geben, ihr Fachwissen mit unseren Lesern als Gastautoren teilen zu können. Voraussetzung ist lediglich, dass sich diese Artikel in den vorhanden Kategorien unseres Blogs untergebracht werden können und der jeweilige Autor über entsprechendes Fachwissen verfügt.

  1. Sheereo 12 Jan 2012, 11:34

    Wow, klasse Artikel! Bei der Informationsmenge muss ich mir die Artikel langsam mal ausdrucken, da ich soviel Text doch lieber auf Papier lese ;o)


  2. Anna 12 Jan 2012, 17:22

    Das ist mir auch schon aufgefallen, dass viele Seiten toll aussehen, aber das Design wirklich nichts mit dem Inhalt zu tun hat. Vor allem bei Wordpress Seiten nehmen viele irgendein Design, aber machen sich keine Gedanken, dass es zum Inhalt passt.


  3. Patrick Zorn 14 Jan 2012, 11:18

    Conten ist King...wie lange gibts die Aussage jetzt schon? ^^. Aber sie ist halt richtig, ohne Contenct, kein Ranking. Falscher Content = falsches Ranking und natürlich...abschreckendes Design = Userverlus = kein gutes Ranking :-)
    Zudem spielt Usability, vorallem im Zeitalter von Web2.0, eine große Rolle und darauf sollte, meiner Meinung nach, viel mehr Wert gelegt werden, als es bei manchen Seiten der Fall ist. Wer will schon eine Navigation aus Flasch, das ist der Tot. Auch eine, die nur auf JS basiert, ist nicht der Renner (viele schalten JS ab und dann? genau, steht man da).


  4. Alex 15 Jan 2012, 15:04

    Nichts für ungut, aber das einzig was mir nach diesem Artikel hängen bleibt ist das Wort "professionell/professionelles". Ein Paradebeispiel dafür, dass man nicht nur für Suchmaschinen schreiben sollte, sondern auch für Menschen.

    Rein informativ gesehen kein schlechter Artikel, aber nächstes mal bitte nicht so SEO-penetrant ;-)


  5. Frank Spedition 15 Jan 2012, 19:18

    Mit hat der Artikel sehr gut gefallen, ich werden jetzt die 5 Strategien nach und nach abarbeiten - viele Arbeit, aber es wird sich lohnen die Struktur und den Content zu überarbeiten.


  6. Rafael 17 Jan 2012, 17:07

    Da ich mitten in der Umstellung meiner Webseite bin, trifft mich der Artikel genau richtig. Das Design ist zwar schon zu 99% fertig aber die Infos aus Punkt 2 kann ich immer bei der Erstellung neuer Artikel gut verwenden bzw. bestehende Artikel darauf optimieren. Ich bin der Meinung, das der Trend eines Designs im Web in Richtung intuitive Bedienung geht, was leider nicht so einfach umzusetzen ist.


  7. Jill 24 Jan 2012, 01:34

    Das oben Gesagte wird sehr oft irgendwo geschrieben. Funktionieren tut es so la la und ist ohnehin nicht in jedem Falle genau so anzuwenden. Ich denke, die Entwicklung geht in Richtung der neuen aus den USA herüber schwappenden Content Strategy, die im Grunde nichts anderes ist als eine konsequente Fortenwicklung des Web2.0-Gedankens. Das bedeutet in vielen Fällen die Entwicklung einer Community-Idee, nicht immer. Jedenfalls geht es dabei nicht eigentlich um den Content an sich, sondern zu allererst um die Frage: Wer sind meine User, welche Interesse haben sie etc., was möchte ich erreichen etc. und eher später um die Frage der Umsetzung der Antworten in Text und Grafik. Ein schönes Beispiel ist die Community hej-community.de von ikea. Sie soll um die 40.000 monatliche Gäste haben.


  8. Alex Kasakow
    30 Jan 2012, 06:10

    Bin zufällig über Ebay auf diese Webseite gestoßen, kannte ich bis jetzt noch nicht. Wieder neuer Lesestoff ;)

    Zum Thema: Sehr guter Titel und schöne Erklärung zum Conten, danke.

    Grüße


  9. Polaris Systems 01 Feb 2012, 11:09

    Die Punkte sind sehr gut beschrieben. Leider gibt es immer noch viele Webseiten (die meisten) welche sich nicht an diese Empfehlungen halten. Ich werde demnächst auch meinen eigenen Beitrag zur Verbesserung der Webseiten beitragen, in dem ich ein kleine Tutorial zu diesem Bereiche schreiben werde.


  10. Schneider 04 Feb 2012, 11:49

    Ich denke das die Schwierigkeit dabei immer ist das Design auf seine Zielgruppe auszurichten. Gerade bei den Großen Shops Amazon und Zalando setzt man daher ja auf einen schlichten Look um möglichst alle "glücklich" zu machen. Meiner Meinung nach geht der Trend bei Design dahin mit Kategorien und großen Emotion Bildern die Kunden emotional zu "fangen".


Artikel kommentieren





HTML ist erlaubt und ausdrücklich erwünscht, wobei folgende Tags eingesetzt werden können: <a href="" title=""></a> <b></b> <cite></cite> <code></code> <em></em> <strong></strong>


authimage